An der Akdeniz-Universität in Antalya hat die klinische Testphase für die CAR-T-Zelltherapie begonnen – eine innovative Form der Krebsbehandlung, die das körpereigene Immunsystem gezielt gegen Tumorzellen einsetzt.
Im Rahmen des Projekts wurden bereits Blutproben von neun ausgewählten Patienten entnommen. Insgesamt hatten sich 678 Patientinnen und Patienten für die Behandlung beworben, aus denen nun die ersten geeigneten Fälle für die Testphase ausgewählt wurden.
Die Universität hatte im März ein spezialisiertes Forschungszentrum für moderne Zelltherapien angekündigt. Ziel ist es, fortschrittliche Behandlungsmethoden zur Krebsbekämpfung künftig auch im eigenen Land zu entwickeln und herzustellen.
Neue Stufe der Krebsforschung in der Türkei
Mit der Einführung der CAR-T-Technologie zählt die Einrichtung der Akdeniz-Universität nach eigenen Angaben zu den wenigen Zentren weltweit, die dieses Verfahren anwenden. Es handelt sich demnach um das achte Zentrum weltweit, das die Methode in Forschung und klinische Anwendung integriert.
Universitätsrektor Prof. Dr. Özlenen Özkan erklärte, dass sowohl die Produktion als auch die klinische Anwendung der Therapie bereits gestartet wurden. Der Fokus liege auf Blutkrebserkrankungen wie Leukämie, Lymphomen und multiplem Myelom.
Wie die Therapie funktioniert
Bei der CAR-T-Zelltherapie werden körpereigene Immunzellen im Labor genetisch verändert und anschließend vermehrt. Danach werden sie dem Patienten wieder zugeführt, um gezielt Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen.
Der umfassende Behandlungsprozess soll nach Abschluss der aktuellen Testphase im Juni in die nächste Stufe übergehen.