Istanbul. Ein massiver Kaltlufteinbruch hat in der gesamten Türkei die Hoffnungen auf einen sonnigen Frühlingsbeginn gedämpft. Starker Regen, Gewitter und sogar Schneefälle sorgen landesweit für unbeständiges Wetter.
Der staatliche Wetterdienst gab für 43 der 81 Provinzen eine Wetterwarnung der Stufe „Gelb“ heraus. Grund sind Risiken wie Sturzfluten, starke Winde und ungewöhnlich späte Schneefälle. Eine aus dem Balkanraum einströmende Kaltluft lässt die Temperaturen deutlich sinken.
Für den 3. Mai wurden landesweit Regen und Gewitter erwartet. Besonders heftige Niederschläge trafen Regionen im inneren Ägäisraum, im westlichen Mittelmeergebiet sowie Teile Zentral- und Südostanatoliens. Städte wie Afyonkarahisar, Denizli, Burdur, Isparta, Bursa, Malatya und Adıyaman mussten mit besonders intensiven Regenfällen rechnen, wodurch lokal Überschwemmungen drohten.
Zudem warnten Meteorologen vor starken Winden und Stürmen an der westlichen Schwarzmeerküste, an der Ägäis sowie im westlichen Mittelmeerraum. Windböen könnten Geschwindigkeiten von bis zu 75 km/h erreichen, was auch den Schiffsverkehr beeinträchtigen kann.
Ungewöhnlich für die Jahreszeit wurde auch Schneefall in höher gelegenen Regionen vorhergesagt, darunter Teile von İzmir und Muğla. Bereits zu Monatsbeginn meldeten mehrere Provinzen Schneefälle, während in Yozgat eine geschlossene Schneedecke lag. Auch Wintersportgebiete wie Kartepe im Bezirk Kocaeli und das Skigebiet Kartalkaya berichteten von winterlichen Bedingungen.
Die Temperaturen in Zentralanatolien fielen auf etwa 5 Grad Celsius, während die Küstenregionen der Ägäis und des Mittelmeers 3 bis 5 Grad unter den üblichen Werten für die Jahreszeit lagen.
Laut Meteorologen soll das kühle und nasse Wetter noch bis zum 4. Mai anhalten, bevor es sich ab dem 5. Mai von Westen nach Osten allmählich zurückzieht und die Temperaturen wieder steigen.