Jetzt erreicht die Hitzewelle auch die Türkei – Extreme Temperaturen und höchste Waldbrandgefahr erwartet

Symboldbild: DHA
29.06.2026 – 12:00 Uhr

Ankara/Antalya – Nach Europa erreicht die extreme Hitzewelle jetzt auch die Türkei. Der Meteorologe Prof. Dr. Orhan Şen warnt, dass die kommenden 72 Stunden besonders kritisch werden. In vielen Landesteilen sollen die Temperaturen bis Mittwoch sechs bis sieben Grad über den saisonalen Durchschnittswerten liegen.

Am stärksten betroffen ist die Ägäisregion. Für Aydın werden bis zu 42 Grad im Schatten erwartet. In der direkten Sonne könnten die gefühlten Temperaturen sogar 50 Grad erreichen. Auch in İzmir, Manisa und Denizli wird mit extremer Hitze gerechnet.

In der Marmararegion sollen die Temperaturen in Edirne und Kırklareli auf bis zu 40 Grad steigen. Selbst in Istanbul werden bis zu 34 Grad erwartet. In dicht bebauten Stadtteilen könnte es durch den sogenannten Wärmeinsel-Effekt allerdings noch deutlich heißer werden.

Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder, Schwangere sowie Personen mit Herz-Kreislauf-, Diabetes- oder Nierenerkrankungen. Experten raten dringend, zwischen 11 und 16 Uhr direkte Sonneneinstrahlung zu meiden, ausreichend Wasser zu trinken und körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden.

Mit den steigenden Temperaturen wächst auch die Gefahr von Waldbränden. Vor allem in den Provinzen Edirne, Çanakkale, Balıkesir, İzmir und Aydın gilt aufgrund der Kombination aus Hitze, Trockenheit und Wind ein erhöhtes Risiko. Die Behörden appellieren, in Waldgebieten kein Feuer zu entzünden und keine Zigaretten oder Glasflaschen wegzuwerfen.

Die Hitzewelle ist Teil eines Wetterphänomens, das zuvor bereits weite Teile Europas erfasst hatte. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wurden dort in Zusammenhang mit den extremen Temperaturen bereits mehr als 1.300 zusätzliche Todesfälle registriert.