Ein Familienausflug mit dem Jetski endete vor der türkischen Ägäisküste in einer Katastrophe. Bei schwerem Seegang kenterte das Wasserfahrzeug, in dem sich vier irakische Staatsangehörige befanden. Ein Mädchen kam ums Leben, ihr Vater und ihre Schwester werden seitdem vermisst. Die Mutter überlebte schwer verletzt.
Das Drama ereignete sich auf offener See vor der Ortschaft Akyarlar im Kreis Bodrum (Provinz Muğla). Ersten Erkenntnissen der Behörden zufolge geriet der Jetski mit den zwei Kindern und ihren Eltern in eine Zone mit starkem Wellengang und widrigen Witterungsbedingungen. Das überladene oder von einer Welle erfasste Gefährt schlug um, woraufhin alle vier Insassen in das stürmische Meer stürzten.
Die irakische Mutter hatte großes Glück: Die Besatzung einer in der Nähe befindlichen Motoryacht entdeckte die Frau rechtzeitig in der aufgepeitschten See und zog sie lebend aus dem Wasser. Ihr Ehemann und die beiden Töchter trieben dagegen in der Dunkelheit oder den Wellen ab und verschwanden.
Die sofort alarmierte türkische Küstenwache leitete eine umfangreiche Suchoperation mit Booten und Hubschraubern ein. Die verzweifelte Hoffnung auf ein Wunder erfüllte sich jedoch nicht. In den Hoheitsgewässern vor der nahegelegenen griechischen Insel Kos entdeckten Passagiere einer Fähre auf der Route Bodrum–Kos einen leblosen Körper an der Wasseroberfläche. Die griechische Küstenwache, die daraufhin alarmiert wurde, barg das Kind. Die spätere Identifizierung ergab, dass es sich um eines der beiden vermissten Mädchen handelte. Für sie kam jede Hilfe zu spät.
Die Einsatzkräfte setzen die Suche nach dem Vater und dem zweiten Kind unter Hochdruck fort, während die Bedingungen vor Ort die Arbeiten erschweren. Die gerettete Mutter steht unter Schock und wird psychologisch betreut. Der tragische Vorfall überschattet die Tourismussaison an der Türkischen Riviera und wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Wassersportgeräten bei kritischen Wetterverhältnissen auf.