Nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist ein in dem südamerikanischen Land lebender Türke zum Lebensretter geworden. İbrahim Eser, ein türkischer Geschäftsmann und Vertreter des Türkischen Weltwirtschaftsrats (DTİK), rettete nach eigenen Angaben 38 Menschen aus eingestürzten Gebäuden.
Die beiden Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5, die sich im Abstand von nur 39 Sekunden ereigneten, verwüsteten vor allem die Küstenstadt La Guaira.
Eser befand sich zum Zeitpunkt der Erschütterungen in seinem Büro. Nachdem er seine Frau und seine Kinder in Sicherheit gebracht hatte, kehrte er sofort in das Katastrophengebiet zurück, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen.
„Überall hörte ich Hilferufe. Verletzte lagen auf den Straßen, andere waren unter den Trümmern eingeschlossen. Ich begann, die Menschen mit bloßen Händen aus den Trümmern zu ziehen“, schilderte Eser. In derselben Nacht habe er insgesamt 38 Überlebende gerettet.
Nicht jede Rettungsaktion hatte jedoch ein glückliches Ende. Mehr als eine Stunde versuchte Eser, einen verschütteten Mann namens Santiago zu erreichen. Wegen fehlender schwerer Bergungsgeräte gelang es jedoch nicht, rechtzeitig durch die eingestürzten Betonteile vorzudringen.
Später unterstützte Eser zudem die Evakuierung der Besatzung eines Turkish-Airlines-Fluges, deren Hotel in unmittelbarer Nähe des Katastrophengebiets lag.
Der Unternehmer bedankte sich außerdem bei den türkischen Einsatzkräften, darunter AFAD, die Türkischen Streitkräfte, das Nationale Medizinische Rettungsteam (UMKE) und den Türkischen Roten Halbmond, für ihre Unterstützung vor Ort.
„Die Bilder im Fernsehen können das Ausmaß der Zerstörung nicht vermitteln. Erst wenn man hier ist, versteht man, wie groß diese Katastrophe wirklich ist“, sagte Eser.