(DHA) Akhisar/Manisa – Bei einem schweren Verkehrsunfall im westtürkischen Landkreis Akhisar sind am Sonntag elf Menschen ums Leben gekommen und 26 weitere verletzt worden. Aufnahmen von Autobahnkameras zeigen den dramatischen Unfallhergang: Ein Reisebus verpasste offenbar eine Kreuzung und setzte daraufhin zurück. In diesem Moment prallte ein von hinten herannahender Lastwagen auf den Bus. Durch die Wucht des Zusammenstoßes kippten beide Fahrzeuge um.
Die Identität aller Todesopfer und Verletzten wurde inzwischen festgestellt. Nach Abschluss der Identifizierungs- und adli işlemlerin tamamlanmasının ardından wurden die Verstorbenen an ihre Angehörigen übergeben. Die Behörden richteten zudem ein Krisenzentrum ein, um die betroffenen Familien umfassend zu unterstützen.
Identitäten der Todesopfer festgestellt
Bei den elf Todesopfern handelt es sich um Cemile Memişçi (71), İhsan Taşçı (73), Mümine Eryılmaz (75), Zülfinaz Tosun (64), Sevgi Kabaroğlu (70), Safinaz Elkurt (76), Vesile Ekici (65), Şahinaz Boran (81), Fikriye Yur (78), Semra Şentürk (58) und Kadriye Turhanlar (88).
Gouverneur besucht Verletzte im Krankenhaus
Der Gouverneur der Provinz Manisa, Vahdettin Özkan, besuchte die Verletzten im Universitätsklinikum Hafsa Sultan der Manisa Celal Bayar Universität sowie im staatlichen Krankenhaus Merkez Efendi. Dort informierte er sich bei den behandelnden Ärzten über den Gesundheitszustand der Patienten.
Außerdem sprach er mit den Verletzten und ihren Angehörigen und übermittelte seine Genesungswünsche. Von den 26 Verletzten, die nach dem Zusammenstoß in umliegenden Krankenhäusern behandelt wurden, konnten 13 nach Abschluss ihrer medizinischen Versorgung bereits entlassen werden.
Krisenzentrum organisiert Hilfe für Angehörige
Unmittelbar nach dem Unfall richtete die Provinzverwaltung von Manisa ein Krisenzentrum ein. In Zusammenarbeit mit der Direktion für Familie und Soziale Dienste, der Polizei und der Gendarmerie wurden spezielle Unterstützungsteams gebildet. Jede der drei Behörden stellte dafür jeweils drei Mitarbeiter ab.
Die Einsatzkräfte nahmen Kontakt zu den Familien der Todesopfer und Verletzten auf. Angehörige, die nach Manisa reisten, erhielten Unterstützung bei der Organisation von Transport und Unterkunft sowie bei der psychosozialen Betreuung.
Staatliche Hilfe von Unterkunft bis Rücktransport
Auch die Angehörigen der 78-jährigen Bahriye Şener, die nach ihrer Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen wurde, berichteten von der Unterstützung durch die Behörden. Die Familie war aus Bursa angereist und erklärte, während der schwierigen Situation umfassend betreut worden zu sein.
Nach Angaben eines Angehörigen kümmerten sich der Gouverneur und die Mitarbeiter der Gesundheitsdirektion intensiv um die Familie. Unterkunft, Verpflegung und psychosoziale Unterstützung seien zuverlässig organisiert worden.
Da Şener weiterhin unter Schmerzen litt, stellten die zuständigen Stellen für die Rückfahrt nach Bursa ein spezielles Transportfahrzeug zur Verfügung.
Die Angehörigen berichteten außerdem, dass die Verantwortlichen ihnen ihre Kontaktdaten hinterlassen hätten und weiterhin erreichbar seien. Persönliche Gegenstände und Koffer der Unfallopfer sollen nach Angaben der Behörden innerhalb von sieben bis zehn Tagen von der Gendarmerie identifiziert und den Familien übergeben werden.