Hochgeschwindigkeitszug-Südachse: Türkei verbindet vier Städte in nur zwei Stunden

09.02.2026 – 16:00 Uhr

ANKARA – Die Türkei will bis 2028 eine Hochgeschwindigkeitsstrecke bauen, die vier wichtige Städte im Süden des Landes miteinander verbindet: Mersin, Adana, Osmaniye und Gaziantep. Das Projekt sei bereits zu 85 Prozent fertiggestellt, erklärte Verkehrsminister Abdulkadir Uraloğlu.

Nach Fertigstellung soll die Reisezeit zwischen dem Mittelmeerhafen Mersin und dem Industriezentrum Gaziantep von derzeit rund sechs Stunden auf etwa zwei Stunden verkürzt werden. Dafür werden bestehende Schienenstrecken umfassend modernisiert und neue Hochgeschwindigkeitsabschnitte gebaut, die Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h ermöglichen. Die Gesamtlänge der Strecke soll 312,5 Kilometer betragen.

Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, die Verbindung zwischen Gazianteps produzierendem Gewerbe und dem Hafen von Mersin zu stärken und so den schnelleren Zugang zu internationalen Märkten zu ermöglichen.

Der Minister gab außerdem an, dass die Strecke im Durchschnitt 3,1 Millionen Passagiere pro Jahr befördern soll. Zudem ist sie für den Güterverkehr ausgelegt und soll jährlich rund 37 Millionen Tonnen Fracht transportieren.