Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Drei Passagiere nach Rückkehr in die Türkei negativ getestet

12.05.2026 – 12:00 Uhr

Nach der Evakuierung der Passagiere des Kreuzfahrtschiffs „MV Hondius“ vor der Küste Teneriffas  wurden drei türkische Staatsbürger per Ambulanzflugzeug in die Türkei gebracht. Wie das türkische Gesundheitsministerium mitteilte, fielen ihre Hantavirus-Tests negativ aus. Die Betroffenen befinden sich dennoch vorsorglich weiter in Quarantäne und unter medizinischer Beobachtung. Auf dem unter niederländischer Flagge fahrenden Schiff waren zuvor drei Menschen infolge eines Hantavirus-Ausbruchs gestorben.

Bereits zuvor waren zwei weitere Personen in die Türkei eingereist und getestet worden. Auch bei ihnen wurde keine Infektion festgestellt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums zeigen bislang keine der fünf überwachten Personen Krankheitssymptome.

Das Hantavirus wird meist durch Nagetiere übertragen und kann grippeähnliche Beschwerden verursachen. In schweren Fällen kann die Infektion zu schweren Atemwegs- oder Nierenproblemen führen. Bei den Todesopfern handelt es sich laut Behörden um ein niederländisches Ehepaar sowie eine deutsche Staatsbürgerin. Mehrere weitere Reisende waren an Bord erkrankt. Nachgewiesen wurde der sogenannte Anden-Virus – die einzige bekannte Form des Hantavirus, die von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.