Der Tourismus in der Türkei boomt weiterhin. Trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten verzeichnete das Land im ersten Halbjahr 2026 einen anhaltenden Besucheransturm. Wie das Ministerium für Kultur und Tourismus am Dienstag mitteilte, liegen nun die offiziellen Zahlen zu den wichtigsten Herkunftsländern vor. An der Spitze hat sich nichts verändert.
Insgesamt begrüßte die Türkei in den Monaten Januar bis Juni 25,76 Millionen ausländische Gäste. Die Tourismuseinnahmen kletterten im selben Zeitraum auf 25,75 Milliarden US-Dollar. Die Daten zeigen eine klare Konstanz bei den Hauptquellmärkten.
Mit deutlichem Abstand führt erneut die Russische Föderation die Rangliste an. 2,65 Millionen russische Staatsbürger verbrachten ihren Urlaub in der Türkei; die Mehrheit von ihnen zog es an die Mittelmeerküste. Russland bleibt damit der mit Abstand größte Einzelmarkt.
Auf dem zweiten Platz folgt Deutschland. 2,44 Millionen Besucher aus der Bundesrepublik reisten im ersten Halbjahr ein. Das Ministerium wertet die stabilen Zahlen als Beleg für eine „langjährige, widerstandsfähige Marktbindung“ deutscher Urlauber an das Reiseland Türkei.
Den dritten Rang sicherte sich das Vereinigte Königreich mit 1,58 Millionen Gästen. Britische Touristen interessieren sich den Angaben zufolge zunehmend für Städte-, Kultur- und Gastronomiereisen und gehören zu den am schnellsten wachsenden Besuchergruppen.
Neben den reinen Besucherzahlen deutet die Statistik auf eine qualitative Verschiebung im türkischen Tourismus hin. So stieg die durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf 10,01 Übernachtungen und die Pro-Kopf-Ausgaben pro Nacht auf 109 Dollar. Beide Werte signalisieren laut Branchenbeobachtern, dass der wirtschaftliche Wert pro Gast zunimmt. Das erklärte Ziel der Regierung, ein „qualifiziertes Wachstum“ im Tourismus zu erreichen, scheint sich damit in den Zahlen niederzuschlagen.