Griechische Behörden geben 1.055 antike Münzen an Türkei zurück – Kulturkooperation wird vertieft

09.06.2026 – 9:00 Uhr

Griechenland hat insgesamt 1.055 antike Münzen, die illegal aus der Türkei ausgeführt worden waren, an Ankara zurückgegeben. Die Rückführung gilt als weiteres Zeichen der verbesserten Zusammenarbeit zwischen den beiden Nachbarstaaten im Bereich des Kulturerbes.

Die Münzen waren zuvor von griechischen Behörden sichergestellt worden und wurden im Rahmen eines Treffens zwischen dem türkischen Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy und seiner griechischen Amtskollegin Lina Mendoni offiziell übergeben.

Die Rückgabe fand im Kontext des 1. türkisch-griechischen Kulturforums in Kapadokya statt, bei dem beide Länder ihre kulturellen Beziehungen und künftige Kooperationen erörterten. Ziel des Treffens war es, eine neue Dialogbasis für den Ausbau bilateraler Zusammenarbeit zu schaffen.

Ein zentrales Thema war der Kampf gegen den illegalen Handel mit Kulturgütern. Beide Seiten betonten die Bedeutung bestehender rechtlicher Grundlagen, darunter ein bilaterales Protokoll aus dem Jahr 2013 sowie die UNESCO-Konvention von 1970. Diese bilden laut den Ministern eine solide Basis für gemeinsame Maßnahmen gegen den Kulturgutschutz.

Minister Ersoy hob hervor, dass die Zusammenarbeit bereits konkrete Ergebnisse hervorbringe und nicht nur auf politischen Absichtserklärungen beruhe. Die Rückgabe der 1.055 Münzen sei ein Beispiel für funktionierende internationale Kooperation.

Darüber hinaus betonte er die Bedeutung gegenseitiger Unterstützung in internationalen Foren. So verwies er auf die türkische Unterstützung für Griechenlands Position bei den Parthenon-Skulpturen und unterstrich die gemeinsame Verantwortung für den Schutz des kulturellen Erbes.

Zum Abschluss des Treffens wurde eine gemeinsame Erklärung zur Vertiefung der kulturellen Zusammenarbeit unterzeichnet. Beide Seiten signalisierten zudem, dass künftig auch in Tourismus und Kulturdiplomatie enger zusammengearbeitet werden soll.