Globale Temperaturen steigen weiter – 2025 drittheißestes Jahr der Geschichte

Bild: DHA
17.01.2026 – 12:00 Uhr

ISTANBUL – Das Jahr 2025 war nach Angaben des Copernicus-Klimadienstes (C3S) der Europäische Union das drittheißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Die globale Durchschnittstemperatur lag bei 14,97 °C, damit 0,59 °C über dem Mittelwert von 1991–2020 und 1,47 °C über der vorindustriellen Temperatur.

Damit war 2025 nur geringfügig kühler als 2024 (das heißeste Jahr der Geschichte) und 2023, das den zweiten Platz belegte. Besonders alarmierend: Der kritische Schwellenwert von 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau – das Ziel des Pariser Klimaabkommens – wurde in einem Zeitraum von drei Jahren (2023–2025) erstmals überschritten.

Die globale Meerestemperatur erreichte mit 20,73 °C den dritthöchsten Wert nach 2023 und 2024. Wissenschaftler führen die Rekordhitze hauptsächlich auf die Zunahme von Treibhausgasen in der Atmosphäre sowie natürliche Phänomene wie El Niño zurück.

Regionale Analysen zeigen, dass auch Europa 2025 sein drittheißestes Jahr erlebte: Die Durchschnittstemperatur lag bei 10,41 °C, 1,17 °C über dem Referenzwert von 1991–2020. In der Antarktis wurde das heißeste Jahr der Geschichte registriert, die Arktis erlebte das zweitwärmste Jahr. Die Reportage hebt zudem den beschleunigten Eisverlust in den Polarregionen hervor.

Die Auswirkungen der Hitze waren drastisch: Auf der Hälfte der globalen Landflächen kam es zu „starkem Hitzestress“ mit gefühlten Temperaturen von 32 °C oder mehr. In Europa und Nordamerika führten die hohen Temperaturen zu verheerenden Waldbränden, die Luftqualität verschlechterten und die CO₂-Emissionen zusätzlich steigerten.