Antalya – Nach dem 3:0-Erfolg von Galatasaray gegen Fenerbahçe ist es in der türkischen Mittelmeerstadt Antalya zu gemischten Szenen aus Jubel und Gewalt gekommen. Während zahlreiche Fans den Derby-Sieg feierten, wurde ein Anhänger bei einem Angriff mit einem Messer verletzt.
Der Vorfall ereignete sich gegen 22.00 Uhr im Stadtteil Kepez, im Viertel Kültür Mahallesi. Der 25-jährige Galatasaray-Fan Mehmet A. hatte das Spiel in einem Café verfolgt und wurde beim Verlassen der Lokalität von einem mutmaßlichen Anhänger der gegnerischen Mannschaft angegriffen. Dabei erlitt er eine Stichverletzung im Hüftbereich.
Augenzeugen alarmierten umgehend den Notruf. Polizei- und Rettungskräfte trafen kurze Zeit später am Tatort ein. Nach der Erstversorgung wurde der Verletzte in das Universitätskrankenhaus Akdeniz gebracht. Nach ersten Informationen besteht keine Lebensgefahr.
Der Täter flüchtete nach der Tat. Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein und wertet derzeit Aufnahmen von Überwachungskameras aus. Spurensicherungsteams untersuchten den Tatort, während zusätzliche Kräfte für Sicherheit in der Umgebung sorgten.
Zeitgleich kam es in derselben Gegend zu ausgelassenen Feierlichkeiten. Auf der sogenannten „Cafés-Straße“ versammelten sich zahlreiche Galatasaray-Fans, bildeten Autokorsos und fuhren hupend durch die Straßen. Mit Fahnen, Gesängen und Sprechchören feierten sie den Derbysieg. Einige Fans lehnten sich dabei aus fahrenden Fahrzeugen, während andere die Szenen mit ihren Mobiltelefonen festhielten.
Die Polizei war auch bei den Feierlichkeiten präsent, um mögliche Zwischenfälle zu verhindern. Trotz der angespannten Lage blieb es dort weitgehend friedlich.