FRANKFURT – Vom 3. bis 9. Juni findet das 13. Frankfurter Türkische Theaterfestival im Gallus Theater statt. Das Festival bringt Theaterliebhaber eine Woche lang zusammen und widmet sich dem Andenken an den renommierten türkischen Theatermacher Haldun Dormen.
Die Eröffnungsveranstaltung am 3. Juni beginnt mit einem Gedenkabend für Dormen, einem der einflussreichsten Persönlichkeiten des türkischen Theaters. Organisiert wird das Festival von Tiyatro Frankfurt e.V. und bietet eine wichtige kulturelle Plattform, die prominente Vertreter des türkischen Theaters mit europäischen Zuschauer:innen zusammenbringt und den kulturellen Austausch zwischen der Türkei und Deutschland stärkt.
Gezeigt werden unter anderem Produktionen des Istanbuler Staatstheaters. Neben Aufführungen führender türkischer Theaterinstitutionen und privater Bühnen werden auch Gespräche, Panels und Workshops angeboten, bei denen Schauspieler, Regisseure, Autor:innen und Theaterfachleute mit dem Publikum in Frankfurt in Kontakt treten können. Alle Stücke werden auf Türkisch mit deutschen Übertiteln gezeigt.
Festivalpräsident und künstlerischer Leiter von Tiyatro Frankfurt, Kamil Kellecioğlu, betonte die gesellschaftliche Bedeutung des Festivals: „In Zeiten von Krieg, Wirtschaftskrisen und Unsicherheit ist Kunst kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Das Frankfurter Türkische Theaterfestival ist seit 13 Jahren nicht nur ein Ort für Aufführungen, sondern auch eine Brücke, an der Menschen einander verstehen und Kulturen sich begegnen.“
„Haldun Dormen war für uns nicht nur ein Künstler, sondern ein Weg und ein Standpunkt. Den von ihm eröffneten Pfad weiterzugehen und dieses Licht lebendig zu halten, ist eine große Verantwortung. Mit diesem Festival bauen wir nicht nur eine Bühne, sondern auch eine Verbindung, eine Erinnerung und eine Zukunft“, ergänzte Kellecioğlu.
Die türkische Festival-Koordinatorin Hannan Aslan bezeichnete die Veranstaltung als Ergebnis von fast einem Jahr intensiver Vorbereitung. Die Ehrenpräsidenten des Festivals sind Tamer Levent und Ayşenil Şamlıoğlu, während der Schauspieler Zafer Algöz als Kurator fungiert.