Felssturz in Kappadokien: Frisch verheiratetes Paar unter den Todesopfern

Bilder: DHA
31.10.2026 – 15:00 Uhr

Nach dem tödlichen Felssturz in der türkischen Tourismusregion Kappadokien am Donnerstag haben die Ermittlungen begonnen. Fünf Sachverständige sollen die Ursachen des Unglücks am Eingang des Göreme-Freilichtmuseums untersuchen. Bei dem Vorfall waren drei Menschen ums Leben gekommen, fünf weitere wurden verletzt.

Unter den Todesopfern sind der 31-jährige Journalist Fatih Eray Tuna aus Sakarya und seine gleichaltrige Ehefrau Begüm Çetinkaya Tuna. Die Leichen des frisch verheirateten Paares wurden nach den Obduktionen im Krankenhaus von Nevşehir in der Nacht ihren Angehörigen übergeben. Sie sollen in ihrer Heimat Sakarya beigesetzt werden. Das Paar hatte erst am 5. Juli geheiratet und war für einen Urlaub nach Kappadokien gereist.

 

 

Auch die 37-jährige Französin Cynthia Francine Marie Madeleine Houpert kam bei dem Unglück ums Leben. Ihre Angehörigen werden aus Frankreich erwartet, um den Leichnam entgegenzunehmen.

Vier Verletzte aus dem Krankenhaus entlassen

Von den fünf Verletzten konnten vier nach abgeschlossener Behandlung am Abend das Krankenhaus verlassen. Der Zustand des achtjährigen französischen Jungen Nael Mgattaf, der als letzter Verletzter noch stationär behandelt wird, soll sich unterdessen verbessert haben.

Aufräumarbeiten am Unglücksort

Nach dem Absturz großer Felsbrocken wurden die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Göreme-Freilichtmuseum deutlich verstärkt. Einsatzkräfte arbeiten weiterhin daran, die Trümmer zu beseitigen und das Gelände zu sichern.

Fünf Gutachter mit der Untersuchung beauftragt

Die Staatsanwaltschaft von Nevşehir führt die Ermittlungen in mehrere Richtungen. Auf ihre Anweisung wurden fünf Sachverständige eingesetzt, um die technischen Ursachen des Felssturzes zu klären. Dabei soll auch untersucht werden, ob mögliche Versäumnisse eine Rolle gespielt haben oder ob es sich um ein Naturereignis handelte.

Die Ergebnisse der Gutachter sollen in einem Bericht zusammengefasst werden. Auf dieser Grundlage wird sich der weitere Verlauf des Ermittlungsverfahrens bestimmen.