Felssturz in Kappadokien: Feenkamine begraben Besucher unter sich – zwei Tote, fünf Verletzte

Bilder: DHA
29.10.2026 – 16:19 Uhr

Göreme (Türkei) – Dramatischer Felssturz in einem der bekanntesten Touristengebiete der Türkei: Am Eingang des Freilichtmuseums von Göreme in der Region Kappadokien haben sich nach heftigen Regenfällen Gesteinsbrocken von einem Feenkamin gelöst und sind auf darunter befindliche Menschen gestürzt. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser der Provinz Nevşehir gebracht.

 

 

Das Unglück ereignete sich am Donnerstag gegen 15.15 Uhr nahe dem Eingang des Göreme-Freilichtmuseums. Nach ersten Angaben lösten sich infolge der starken Niederschläge Teile des für die Region typischen Tuffgesteins. Die herabstürzenden Felsbrocken trafen mehrere Menschen, die sich in dem Bereich aufhielten. Einige von ihnen wurden unter den Gesteinsmassen begraben.

Nach dem Notruf rückten zahlreiche Einsatzkräfte aus. Teams der Katastrophenschutzbehörde AFAD, des medizinischen Rettungsdienstes UMKE, der Gendarmerie, der Polizei sowie weitere Rettungs- und Sanitätskräfte begannen mit der Suche nach Verschütteten. Zwei Menschen konnten nur noch tot geborgen werden. Die Zahl der Verletzten wurde im Verlauf des Einsatzes von zunächst einer auf fünf Personen korrigiert.

Der Gouverneur der Provinz Nevşehir, Hüseyin Kök, machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Er bestätigte, dass starke Regenfälle zu einer Hangbewegung und in der Folge zum Felssturz geführt hätten. Die Rettungsarbeiten dauerten an, weitere Informationen sollten nach Vorliegen neuer Erkenntnisse veröffentlicht werden.

Rettungskräfte suchen weiter nach möglichen Verschütteten

Um auszuschließen, dass sich noch Menschen unter den Gesteinsbrocken befinden, gingen die Einsatzkräfte besonders vorsichtig vor. Zeitweise wurde absolute Ruhe angeordnet, damit die Helfer mögliche Hilferufe oder andere Geräusche wahrnehmen konnten. Zusätzlich kamen empfindliche akustische und seismische Ortungsverfahren zum Einsatz.

Die Behörden verstärkten zugleich die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Unglücksort. Die Absturzstelle wurde auch aus der Luft erfasst. Unter der Koordination der Provinzverwaltung wurde ein Krisenstab eingerichtet, um die Rettungsmaßnahmen zu bündeln.

Kappadokien ist für seine bizarren Felsformationen und die sogenannten Feenkamine bekannt, die jedes Jahr zahlreiche Besucher anziehen. Die aus vulkanischem Tuff entstandenen Formationen prägen das Landschaftsbild der Region. Heftige Niederschläge können jedoch die Stabilität des Gesteins beeinträchtigen und dazu führen, dass sich Felsstücke lösen.

Die Rettungs- und Sicherungsarbeiten am Eingang des Göreme-Freilichtmuseums dauerten zunächst weiter an.