Istanbul – Türkische Zollfahnder haben seit Jahresbeginn 2026 an den beiden internationalen Flughäfen Istanbuls insgesamt 8,875 Tonnen Drogen sichergestellt. Die Beschlagnahmungen erfolgten bei 253 Einsätzen, wie die Behörden mitteilten.
Die Kontrollen finden kontinuierlich am Flughafen Istanbul und am Flughafen Sabiha Gökçen statt. Dabei überprüfen die Einsatzkräfte Passagiere, Gepäckstücke und Fracht. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen seien Hunderte Menschen festgenommen und anschließend inhaftiert worden, sagte Nurhak Demirtaş, Leiter der Zollfahndung am Flughafen Istanbul.
Schmuggler würden immer wieder neue Methoden entwickeln, um Drogen und andere Waren illegal über die Grenzen zu bringen. Die Behörden passten ihre Ermittlungsstrategien entsprechend an, erklärte Demirtaş.
Drogen würden unter anderem in Kofferfutter, Gepäckböden oder Handelswaren versteckt. Einige Kuriere schluckten zudem Drogenpäckchen, um sie durch die Sicherheitskontrollen zu bringen.
Um verdächtige Personen und Sendungen zu erkennen, setzen die Zollfahnder auf Informationsbeschaffung und Risikoanalysen. Besonderes Augenmerk gilt Routen, die als besonders anfällig für internationalen Drogenschmuggel gelten. Zum Einsatz kommen außerdem Röntgenscanner, Drogenspürhunde und spezielle chemische Analysegeräte.
Eines dieser Geräte kann nach Behördenangaben rund 20.000 chemische Substanzen erkennen und eine erste Einschätzung liefern, ohne dass dafür eine Laboranalyse erforderlich ist. Das beschleunige die Ermittlungen.
Am Flughafen Istanbul sei Schnelligkeit besonders wichtig, betonte Demirtaş. Täglich passierten Tausende Passagiere und Hunderttausende Frachtsendungen den Flughafen. Die Kontrollen störten nicht nur die Aktivitäten von Drogenschmugglernetzwerken, sondern sollten auch weitere Schmuggelversuche abschrecken.