Im Fall der seit 2020 vermissten Studentin Gülistan Doku haben Sicherheitskräfte in sieben Provinzen gleichzeitig zugeschlagen. Elf Verdächtige wurden wegen des Verdachts auf Beweismanipulation und Einflussnahme auf die Ermittlungen festgenommen.
Sechste Einsatzwelle im Fall Doku
Die Staatsanwaltschaft in Erzurum ordnete die Festnahmen an. Unter den Verdächtigen befinden sich nach Angaben aus Justizkreisen aktive und pensionierte Polizeibeamte.
Polizeieinheiten durchsuchten die ermittelten Adressen, nahmen die Verdächtigen fest und stellten verschiedene digitale Materialien sicher.
Die aktuelle Aktion ist bereits die sechste Festnahmewelle im jahrelangen Verfahren zur Aufklärung des Schicksals der Studentin.
Gülistan Doku seit 2020 verschwunden
Doku, Studentin an der Munzur-Universität, verschwand am 5. Januar 2020 in der osttürkischen Provinz Tunceli. Ihr Schicksal ist bis heute ungeklärt.
Justizminister Akın Gürlek hatte sich zuletzt zu den laufenden Such- und Ermittlungsmaßnahmen geäußert. Nach seinen Angaben prüfen die Behörden auch die Möglichkeit, dass Dokus Leichnam mithilfe chemischer Substanzen vollständig zerstört worden sein könnte.
Die Familie und die Anwälte der Studentin fordern weiterhin eine transparente und wirksame Aufklärung des Falls.