Exklusive Einblicke: Bisher unveröffentlichte Atatürk-Fotos in neuem Album enthüllt

07.02.2026 – 15:00 Uhr

Das Atatürk-Forschungszentrum hat einen umfangreichen Bildband mit zahlreichen bisher kaum veröffentlichten Fotografien des türkischen Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk vorgelegt. Das Werk mit dem Titel Atatürk in Fotografien: Ein Leben, eine Republik vereint 350 seltene Aufnahmen, die mit historischen Erläuterungen und Archivmaterial ergänzt werden.

Laut einer Mitteilung des Zentrums, das der obersten Atatürk-Kultur-, Sprach- und Geschichtsbehörde untersteht, zeichnet der Band den Lebensweg Atatürks chronologisch nach: von seiner Familie und Ausbildung über seine militärische und politische Laufbahn bis zu den Gründungsjahren der Republik. Neben kurzen Erklärungstexten enthält das Album QR-Codes, die auf weiterführende Einträge in der Atatürk-Enzyklopädie verweisen.

Der Präsident des Forschungszentrums, Prof. Ahmet Kılınç, erklärte, das Projekt sei nach jahrelanger Arbeit entstanden und hebe sich durch die intensive Nutzung des hauseigenen Archivs hervor. „Die Fotos werden von Erklärungstexten und detaillierten Informationen begleitet. Bekannte Bilder werden mit neuen Details präsentiert, während auch viele weniger bekannte Fotografien enthalten sind“, so Kılınç. Die interaktive Struktur mit den QR-Codes sei ein besonderes Merkmal.

Das Album ist in mehrere Kapitel unterteilt, darunter „Von Saloniki nach Tripolis“, „Von Front zu Front“ und „Pionier der Modernisierung“. Es enthält auch vergleichende „Vorher-Nachher“-Aufnahmen, etwa von Atatürks Geburtshaus in Saloniki, sowie persönliche Dokumente wie einen handschriftlichen Familienstammbaum aus einem Privatarchiv.

Zu den besonders hervorgehobenen Raritäten gehört eine Aufnahme vom 10. Juni 1921 in der afghanischen Botschaft in Ankara, die Mustafa Kemal beim Hissen der Flagge anlässlich der Unabhängigkeit Afghanistans zeigt. Weitere restaurierte Bilder machen bisher unklare Details sichtbar, etwa auf Fotografien, die Atatürk beim Zeitungslesen zeigen.

Kılınç betonte, der Band lenke den Blick auch auf übersehene Details in ikonischen Bildern wie die Kohleöfen und Gaslampen im alten Parlamentsgebäude. „Mindestens 20 bis 30 Fotografien in dem Album sind extrem selten“, sagte er.