„Europas Pablo Escobar“: Türkei und Europol zerschlagen internationales Schmugglernetzwerk

Bild: DHA
31.03.2026 – 9:20 Uhr

ANKARA (DHA) – Bei einer internationalen Operation gegen die als „Baybaşin“ bekannte organisierte Kriminalitätsgruppe haben Ermittler Vermögenswerte in Millionenhöhe sichergestellt. Die Aktion wurde in Zusammenarbeit der türkischen Polizei mit Europol sowie Sicherheitsbehörden in Italien, Polen, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und der Schweiz durchgeführt.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden mehrere Verdächtige im Ausland festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Ankara richtete sich die Operation gegen ein Netzwerk, das in großem Umfang in den Zigarettenschmuggel verwickelt sein soll.

Den Behörden zufolge sollen der mutmaßliche Anführer Hasan Ferhat Baybaşin und ein weiterer führender Kopf, Çağdaş Duran, Einnahmen aus illegalen Geschäften über Unternehmen in Diyarbakır sowie Immobilien in Aydın gewaschen haben.

Insgesamt wurden Vermögenswerte im Wert von rund 2,5 Millionen Euro beschlagnahmt. Betroffen sind Unternehmensanteile, Immobilien, Fahrzeuge, Bankkonten sowie Krypto-Vermögenswerte von insgesamt neun Verdächtigen.

Die Ermittlungen wurden unter Koordination der Staatsanwaltschaft Ankara sowie mit Unterstützung der Finanzermittlungsbehörde MASAK und der Abteilung für Schmuggel- und organisierte Kriminalität (KOM) geführt.