TOKAT – Ein Erdbeben der Stärke 5,5 hat am 13. März um 3:35 Uhr (Ortszeit) den Landkreis Niksar in der nordtürkischen Provinz Tokat erschüttert. Die Erschütterungen waren auch in mehreren umliegenden Provinzen zu spüren und trieben viele Anwohner auf die Straßen. Nach ersten Angaben der Behörden gibt es bislang keine Berichte über Tote oder größere Schäden.
Die türkische Katastrophenschutzbehörde Disaster and Emergency Management Authority (AFAD) teilte mit, dass sich das Beben in einer Tiefe von 6,37 Kilometern ereignete. Neben Tokat wurde das Beben auch in den Provinzen Samsun, Amasya, Ordu und Sivas deutlich gespürt. Laut AFAD laufen weiterhin Felduntersuchungen, bislang seien jedoch keine negativen Entwicklungen gemeldet worden.
Innenminister Mustafa Çiftçi erklärte, dass es derzeit keine Berichte über Schäden oder Verletzte gebe und die Einsatzteams ihre Überprüfungen vor Ort fortsetzten. Auch Verkehrs- und Infrastrukturminister Abdulkadir Uraloğlu sagte, erste Kontrollen hätten keine Beeinträchtigungen der Verkehrs- oder Kommunikationsinfrastruktur ergeben.
Die Behörden in Tokat setzten vorsorglich den Unterricht in der gesamten Provinz für einen Tag aus.
Viele Einwohner verbrachten die Nacht aus Sorge vor möglichen Nachbeben in ihren Autos oder im Freien – trotz der niedrigen Temperaturen. In der Türkei, die aufgrund mehrerer aktiver Verwerfungslinien häufig von Erdbeben betroffen ist, bleibt die Angst in der Bevölkerung groß.