Athen/Ankara – Ein Erdbeben der Stärke 5,0 hat am Sonntagabend den Mittelmeerraum erschüttert. Das Beben ereignete sich im Ionischen Meer und wurde nach Angaben der türkischen Katastrophenschutzbehörde AFAD um 21:16 Uhr (Ortszeit) registriert.
Demnach lag das Epizentrum bei den Koordinaten 36,60972 Grad nördlicher Breite und 21,07028 Grad östlicher Länge. Die Erschütterung entstand in einer vergleichsweise geringen Tiefe von nur sieben Kilometern unter dem Meeresboden, wodurch sie in umliegenden Küstenregionen und auf Inseln möglicherweise deutlich wahrgenommen werden konnte.
Das Ionische Meer gehört zu den seismisch aktivsten Regionen des Mittelmeerraums. Aufgrund der tektonischen Bewegungen zwischen der Afrikanischen und der Eurasischen Platte kommt es dort regelmäßig zu Erdbeben unterschiedlicher Stärke.
Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Internationale Beobachtungsstellen und Behörden verfolgen die Situation weiterhin. Die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD kündigte an, aktuelle Informationen und mögliche Nachbeben fortlaufend zu veröffentlichen.
Experten weisen darauf hin, dass Erdbeben in geringer Tiefe oft stärker an der Oberfläche zu spüren sind als tiefer liegende Erschütterungen derselben Magnitude. Ob das Beben Auswirkungen auf nahegelegene Küstengebiete hatte, wird derzeit noch geprüft.