Der weltweite Tourismus ist auch im Jahr 2025 kräftig gewachsen. Den ersten Daten des UN-Tourismusbarometers für 2026 zufolge setzte der Sektor den starken Aufwärtstrend des Vorjahres fort. Besonders auffällig sind dabei die zweistelligen Zuwachsraten bei den internationalen Ankünften in einer Reihe von Ländern, wie aus dem Bericht der UN-Sonderorganisation UN Tourism hervorgeht.
An der Spitze der Wachstumsliste steht Brasilien mit einem Plus von 37 Prozent bei den ausländischen Besuchern im Jahr 2025, gefolgt von Ägypten mit 20 Prozent, Marokko mit 14 Prozent und den Seychellen mit 13 Prozent. In Ländern, für die bis November 2025 Daten vorlagen, setzt sich dieses Bild fort. So verzeichnete Island einen Anstieg um 29 Prozent, Bhutan um 30 Prozent und Guyana um 24 Prozent. Auch Südafrika (+19 %) und Japan (+17 %) gehören zu den besonders stark wachsenden Destinationen.
Die steigenden Besucherzahlen schlugen sich auch in weiteren Sektorkennzahlen nieder. So stiegen die internationale Flugkapazität und der Passagierverkehr bis Oktober 2025 um sieben Prozent. Die durchschnittliche globale Belegungsrate in der Hotellerie erreichte im November 66 Prozent und lag damit auf dem Niveau des Vorjahresmonats.
Mit 793 Millionen internationalen Ankünften im Jahr 2025 blieb Europa regional betrachtet das weltweit wichtigste Tourismusgebiet. Dies entspricht einem Wachstum von vier Prozent gegenüber 2024 und sechs Prozent im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie.
Während Westeuropa und Südeuropa stark abschnitten, hinkt Mittel- und Osteuropa mit neun Prozent hinter den Werten von 2019 hinterher.
Der Mittlere Osten übertraf das Niveau vor der Pandemie weiter deutlich und liegt nun 39 Prozent über dem Stand von 2019. Afrika verzeichnete ein Wachstum von acht Prozent auf 81 Millionen Ankünfte, angeführt von Nordafrika mit elf Prozent. Der asiatisch-pazifische Raum verzeichnete ein Wachstum von sechs Prozent auf 331 Millionen Touristen. Insgesamt liegt er aber noch neun Prozent unter dem Vergleichswert von 2019. Auf dem amerikanischen Kontinent gab es mit 218 Millionen Besuchern nur ein begrenztes Plus von einem Prozent. Süd- und Mittelamerika stachen mit einem Wachstum von sieben bzw. fünf Prozent positiv heraus.