Bulgarien und Türkei planen neuen Grenzübergang bei Kapıkule

01.02.2026 – 19:00 Uhr

EDİRNE – Bulgarien und die Türkei haben ein bilaterales Rahmenabkommen zur Errichtung eines neuen Grenzübergangs nördlich des bestehenden Kapitan Andreevo–Kapıkule-Übergangs genehmigt. Ziel ist es, den Transit zwischen beiden Ländern zu erleichtern und den stark frequentierten Verkehr zu entlasten.

Das Abkommen sieht die Einrichtung einer gemeinsamen technischen Kommission vor, die für Routenplanung, Infrastruktur, Zollanlagen, Betriebsabläufe sowie den Umgang mit Passagieren und Fracht verantwortlich sein wird.

Der bestehende Kapıkule-Übergang zählt zu den verkehrsreichsten Land-Grenzen zwischen der EU und Asien. Im vergangenen Jahr passierten schätzungsweise 14 Millionen Fahrzeuge, was etwa einem Drittel des gesamten Fahrzeugverkehrs durch die türkischen Zollstellen entspricht. Besonders während der Ferienzeiten kommt es regelmäßig zu langen Warteschlangen, vor allem durch türkische Rückkehrer aus Europa.

Neben Kapıkule gibt es zwei weitere Grenzübergänge zwischen Bulgarien und der Türkei: Hamzabeyli–Lesovo und Aziziye–Dereköy–Malko Tarnovo. Die 269 Kilometer lange Grenze ist die drittlängste der Türkei und von erheblicher wirtschaftlicher und kultureller Bedeutung, da viele Bulgaren Edirne für Einkäufe und Festlichkeiten besuchen.