Dramatische Szenen vor der türkischen Küste: Am Mittwoch drohte vor dem weltberühmten Ölüdeniz-Strand ein voll besetzter Ausflugsdampfer zu sinken. Für die rund 100 Urlauber wurde die entspannte Bootstour innerhalb von Minuten zu einem Wettlauf gegen die Zeit.
Ersten Erkenntnissen der Behörden zufolge war das Vergnügungsschiff aus bislang ungeklärter Ursache in ein Leck gefahren. Das plötzlich eindringende Wasser löste an Bord unmittelbare Panik aus. Der Kapitän setzte umgehend einen Notruf ab und leitete die Evakuierung ein.
Die türkische Küstenwache reagierte mit einem Großeinsatz. Parallel zur offiziellen Rettungsmission leisteten zahlreiche in der Nähe befindliche private Boote sofortige Nothilfe. In einer koordinierten Aktion gelang es den Einsatzkräften, alle Passagiere unversehrt von Bord zu holen. Die Urlauber wurden an das sichere Festland von Ölüdeniz gebracht.
Die Behörden bestätigten, dass es bei dem Zwischenfall weder Tote noch Verletzte gab. Während die Passagiere einer drohenden Katastrophe entkamen, läuft der Kampf um das Schiff selbst weiter. Vor Ort haben Spezialkräfte mit der Schadensbegrenzung begonnen, um ein komplettes Sinken des leckgeschlagenen Bootes zu verhindern. Die Ermittlungen zur genauen Unglücksursache dauern an.