Beziehungs-Check im Hotelzimmer: Jeder zweite würde auch nach Trennung mit Ex in den Urlaub fahren

06.02.2026 – 8:00 Uhr

Eine gemeinsame Reise gilt als Bewährungsprobe für jede Partnerschaft. Eine aktuelle Studie zeigt nun überraschende Ergebnisse: Demnach kann sich jeder zweite Reisende vorstellen, auch nach einer Trennung noch mit dem Ex-Partner in den Urlaub zu fahren. Das geht aus einer Untersuchung des Touristik-Anbieters TUI Musement hervor, die kurz vor dem Valentinstag veröffentlicht wurde.

Demnach würden 51 Prozent der Befragten grundsätzlich mit einem ehemaligen Partner verreisen. Für 26 Prozent kommt dies nur infrage, wenn die Trennung im Guten verlief. Männer (57 Prozent) zeigen sich dabei aufgeschlossener als Frauen (44 Prozent). Besonders reisefreudig ist die junge Generation: 62 Prozent der Generation Z (unter 27-Jährige) würden an einer gemeinsam geplanten Reise trotz Beendigung der Beziehung festhalten. Bei den über 45-Jährigen sind es nur noch 45 Prozent.

Erster Urlaub oft nach kurzer Kennenlernzeit

Die Studie beleuchtet auch, wie früh Paare den ersten gemeinsamen Urlaub wagen. Mehr als 35 Prozent der Befragten fühlen sich bereits nach einem Monat Beziehung dazu bereit. Jeder Zehnte würde sogar schon nach einer Woche gemeinsam verreisen, wobei dieser Anteil unter italienischen und spanischen Männern bei etwa 17 Prozent liegt. Während Männer in den ersten drei Monaten einer Beziehung generell reisebereiter sind, möchte jede sechste Frau (16 Prozent) mindestens ein Jahr warten.

Interessanterweise zeigen ältere Reisende weniger Hemmungen: 13 Prozent der Generation X (44–59 Jahre) und 14 Prozent der Babyboomer (ab 60 Jahren) würden bereits nach einer Woche mit einem neuen Partner verreisen.

Gemeinsame Planung bevorzugt – aber nicht überall

Bei der Urlaubsplanung setzt die deutliche Mehrheit von 66 Prozent auf gemeinsame Entscheidungen. Am stärksten ausgeprägt ist dieser Trend in Spanien mit 75 Prozent. Im Vereinigten Königreich hingegen übernimmt in 45,5 Prozent der Fälle ein Partner die alleinige Planung. Auch hier gibt es einen Generationenunterschied: Während über 70 Prozent der älteren Reisenden gemeinsam planen, sind es bei der Generation Z nur 51 Prozent.

Geld bleibt häufiger Streitpunkt

Die Aufteilung der Kosten ist nach wie vor ein potenzieller Konfliktherd. Zwar teilen 69 Prozent der Paare die Ausgaben gleichmäßig auf oder nutzen ein gemeinsames Budget. Als ausgewogenstes Land gilt Spanien mit 80 Prozent. Im Vereinigten Königreich trägt dagegen in 45 Prozent der Fälle ein Partner den deutlich größeren Teil der Kosten.

Dauerndes Nörgeln ist größtes Reise-K.O.-Kriterium

Urlaub ist nicht immer nur Erholung: Über 42 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, im Urlaub mehr mit dem Partner zu streiten als erwartet. Als größte „rote Flaggen“ und Konfliktauslöser nannten die Befragten:

  • Eine ständig nörgelnde, negative Einstellung
  • Kontrollverhalten und Ignorieren der Wünsche des Partners
  • Chronisches Zuspätkommen und Unorganisiertheit
  • Schlechtes Geldmanagement

Die Geschlechter nehmen verschiedene Verhaltensweisen unterschiedlich stark als störend wahr: Männer stören sich besonders an einem übermäßigen Fokus auf Fotografie und Social-Media-Posts sowie an überflüssigem Gepäck. Frauen sehen es kritischer, wenn der Partner Partys und eigenes Vergnügen über gemeinsame Aktivitäten stellt.

Die Studienergebnisse machen deutlich: Eine gemeinsame Reise ist der ultimative Stresstest für Paare. Sie zeigt, wie Entscheidungen getroffen, Konflikte bewältigt und Finanzen geregelt werden – und manchmal verbindet selbst nach dem Ende der Romantik noch die Reiselust.