Berlin – Die Linke hat die Abgeordnetenhauswahl in Berlin nach den ersten Hochrechnungen deutlich gewonnen. Die Partei von Spitzenkandidatin Elif Eralp kommt auf rund 25 Prozent und liegt damit vor der CDU. Für Eralp eröffnet das die Möglichkeit, Regierende Bürgermeisterin von Berlin zu werden. Entschieden ist das allerdings noch nicht.
Die Wahllokale schlossen am Sonntag um 18 Uhr. Rund 2,5 Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Erstmals konnten in Berlin auch 16- und 17-Jährige an der Abgeordnetenhauswahl teilnehmen.
Eralp vor dem Einzug ins Rote Rathaus
Die 45-jährige Juristin Elif Eralp hatte im Wahlkampf ausdrücklich für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin kandidiert. Ihre Eltern stammen aus der Türkei, Eralp sitzt seit 2021 im Berliner Abgeordnetenhaus.
Sollte sie nach den Koalitionsverhandlungen vom Abgeordnetenhaus gewählt werden, wäre sie die erste Regierende Bürgermeisterin Berlins mit türkischer Migrationsgeschichte.
Automatisch erhält die stärkste Partei das Amt allerdings nicht. Die Linke dürfte für eine Regierungsmehrheit auf Partner angewiesen sein. Als mögliche Koalitionspartner kommen insbesondere Grüne und SPD infrage.
AfD in Mecklenburg-Vorpommern vorn
Auch in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich ein enges Rennen ab. Nach den ersten Hochrechnungen liegt die AfD mit 37,1 Prozent vor der SPD mit 35,6 Prozent. Die Linke erreicht 7,4 Prozent, Grüne und CDU liegen jeweils nur knapp über fünf Prozent.
Damit steht auch in Schwerin die Regierungsbildung im Mittelpunkt. Die AfD kann trotz ihres ersten Platzes nicht allein regieren und benötigt für eine Mehrheit einen Koalitionspartner.
Während in Berlin die Linke mit Elif Eralp auf das Rote Rathaus hoffen kann, liegt in Mecklenburg-Vorpommern die AfD vorn. In beiden Ländern ist die künftige Regierungsbildung jedoch noch offen.