Badeverbot in Istanbul: Drei beliebte Strände gesperrt

11.09.2026 – 10:00 Uhr

Verunreinigte Wasserproben haben zur vorübergehenden Sperrung von drei öffentlichen Badestellen in Istanbul geführt. Die Behörden untersuchen nun mögliche Ursachen der Verschmutzung.

Das Gouverneursamt von Istanbul hat drei öffentliche Badestellen vorübergehend schließen lassen, nachdem Wasserproben die geltenden Gesundheitsstandards nicht erfüllt hatten.

Am 4. September untersuchten die Behörden an 15 beliebten Stränden in der Metropole die Wasserqualität. Die Laboranalysen ergaben Verunreinigungen an den Badestellen vor dem Bakırköy-Yeşilköy International Hospital, der Bakırköy-Yeşilköy Polizeistation sowie am Strand von Sarıyer-Gümüşdere.

Behörden suchen nach Ursache der Verschmutzung

Das Gouverneursamt informierte die Stadtverwaltung von Istanbul und weitere zuständige Behörden offiziell über die Ergebnisse. Sie sollen mögliche Quellen der Verschmutzung ermitteln und beseitigen.

Die Bezirksgemeinden wurden angewiesen, den Zugang zu den betroffenen Gewässern zu sperren. Zudem sollen Anwohner und Badegäste mit Hinweisschildern, Plakaten und öffentlichen Durchsagen über die Sperrungen informiert werden. Gleichzeitig seien alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.

Badesaison endet am 15. September

Istanbuls Gesundheitsdirektor Abdullah Emre Güner erklärte, die Sperrungen erfolgten nur wenige Tage vor dem offiziellen Ende der diesjährigen Badesaison am 15. September.

Für den Sommer 2026 hatte Istanbul insgesamt 95 offizielle Badestellen ausgewiesen. Bei der Auswahl werden unter anderem die Wasserqualität, die Verfügbarkeit von Rettungsschwimmern und die vorhandene sanitäre Infrastruktur berücksichtigt.

Die Gesundheitsbehörden nehmen laut Güner an allen 95 Badestellen alle 15 Tage Wasserproben. Die Untersuchungen werden in international akkreditierten Laboren durchgeführt.

Die aktuellen Ergebnisse der Wasserqualität veröffentlicht die Gesundheitsdirektion auf ihrer Website.