Fünf Freunde und die Nacht in Bodrum: Badeausflug endet mit dramatischer Rettung

Bilder: DHA
14.08.2026 – 17:00 Uhr

Bodrum (Muğla) – Ein Badeausflug an die Akvaryum-Bucht im türkischen Ferienort Bodrum endete für fünf Freunde mit einem nächtlichen Rettungseinsatz. Nachdem es dunkel geworden war, verloren die jungen Leute auf dem Rückweg die Orientierung und saßen in einem steilen, bewaldeten Gelände fest. Erst nach rund drei Stunden konnten die Einsatzkräfte sie sicher aus dem unwegsamen Gebiet holen.

Der Vorfall ereignete sich gegen 21.30 Uhr im Ortsteil Bitez. Die fünf Freunde waren zum Schwimmen an die Akvaryum-Bucht gekommen und machten sich am Abend auf den Rückweg. Mit Einbruch der Dunkelheit fanden sie jedoch den Weg nicht mehr und gerieten in ein steiles, von Wald und dichtem Gestrüpp bewachsenes Gebiet.

Nachdem die Gruppe einen Notruf abgesetzt hatte, wurden Polizei, Küstenwache sowie Such- und Rettungsteams von SAR und der Mahalle Afet Gönüllüleri Acil Müdahale Derneği (MAG-AME) alarmiert.

Rettung unter schwierigen Bedingungen

Die Suche wurde sowohl von Land als auch vom Meer aus gestartet. Die Einsatzkräfte mussten dabei steile, felsige Abschnitte und schwer zugängliches Gelände überwinden. Trotz der schwierigen Naturbedingungen gelang es ihnen nach rund drei Stunden, den Aufenthaltsort der fünf Vermissten zu erreichen.

Die jungen Leute waren unverletzt und wurden sicher aus dem Gelände gebracht. Anschließend wurden sie zum Hafen von Bitez gebracht. Auch dort ergaben medizinische Kontrollen, dass keiner der fünf gesundheitliche Probleme hatte.

„Wir konnten den Rückweg nicht mehr finden“

Kutay Tacal, einer der Geretteten, schilderte anschließend, wie es zu dem Zwischenfall kam.

„Wir sind zum Schwimmen an die Akvaryum-Bucht gegangen. Danach beschlossen wir, einen anderen Weg zurückzunehmen. Das war ein Fehler. Unsere Handys hatten nur noch sehr wenig Akku, und weil wir keine Taschenlampe dabei hatten, konnten wir nach Einbruch der Dunkelheit den Rückweg nicht mehr finden. Wir haben uns verirrt“, sagte Tacal.

Den Rettungskräften sei die Gruppe sehr dankbar. „Die Teams haben uns sehr geholfen und uns sehr gut betreut“, sagte er.