Asylanträge türkischer Staatsbürger in Deutschland um 65 Prozent zurückgegangen

13.05.2026 – 13:00 Uhr

Die Zahl der Asylanträge türkischer Staatsbürger in Deutschland ist im Jahr 2025 stark gesunken. Nach Daten des Statistischen Bundesamts ging sie im Vergleich zum Vorjahr um 65 Prozent zurück und lag bei rund 6.000 Anträgen.

Auch insgesamt verzeichnete Deutschland einen deutlichen Rückgang bei neuen Asylanträgen. Die Zahl der Menschen, die erstmals einen Asylantrag stellten, sank um 46,4 Prozent auf etwa 134.000.

Am Ende des Jahres 2025 lebten insgesamt rund 3,2 Millionen Asylsuchende in Deutschland, was etwa 3,9 Prozent der Bevölkerung entspricht.

Die größte Gruppe unter den Asylsuchenden stellten Menschen aus der Ukraine mit 1,16 Millionen Personen, gefolgt von Staatsangehörigen aus der Syrien (669.000) und der Afghanistan (321.000). Diese drei Gruppen machten zusammen rund zwei Drittel aller Asylsuchenden aus.

Besonders stark gingen die Neuanträge aus Syrien und der Türkei zurück. Während die Zahl syrischer Antragsteller um 73,8 Prozent fiel, sank die Zahl türkischer Antragsteller von 11.000 auf 6.000.

Auch bei Ukraine wurden Rückgänge verzeichnet, dort lag der Rückgang bei 32,5 Prozent.

Den Daten zufolge erhielten 83,4 Prozent der insgesamt 2,7 Millionen in Deutschland registrierten Asylsuchenden einen humanitären Aufenthaltstitel. Die meisten davon (88,1 Prozent) bekamen eine befristete Aufenthaltserlaubnis, während nur 11,9 Prozent eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis erhielten.

Behörden führen den Rückgang unter anderem auf veränderte Bedingungen in den Herkunftsländern sowie auf längere und unberechenbarere Asylverfahren in Deutschland zurück. Zudem hätten steigende Ablehnungsquoten und längere Bearbeitungszeiten eine abschreckende Wirkung auf neue Anträge.