Die Tourismushochburg an der Türkischen Riviera durchlebt eine schwierige Saison. Laut aktuellen Statistiken des Flughafens Antalya ist die Zahl der ausländischen Fluggäste in den ersten sieben Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum drastisch gesunken. Insgesamt verzeichnete der Flughafen einen Rückgang von 624.000 Passagieren.
Die am Mittwoch veröffentlichten Daten zeichnen ein düsteres Bild für das laufende Jahr. Demnach sank das gesamte internationale Passagieraufkommen im Zeitraum Januar bis Juli um sieben Prozent. Wurden im Vorjahr noch 8,79 Millionen Flugreisende gezählt, waren es 2026 nur noch 8,16 Millionen. Auch der Blick auf den Hochsommermonat Juli allein bietet keinen Trost: Hier ging die Zahl der Ankünfte aus dem Ausland im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 2,59 Millionen zurück.
Besonders schwer wiegen die Einbrüche auf den traditionellen Kernmärkten. Deutschland, das lange als zuverlässiger Quellmarkt galt, erwies sich in der bisherigen Saison als das größte Sorgenkind: Die Zahl der deutschen Ankünfte sank um sechs Prozent bzw. 106.000 Passagiere auf 1,6 Millionen. Im Juli betrug der monatliche Verlust vier Prozent, insgesamt kamen in diesem Monat 424.000 Urlauber aus der Bundesrepublik.
Noch prozentual stärker betroffen war der britische Markt. Die Gästezahlen von der Insel brachen regelrecht ein: Ein Minus von zwölf Prozent ließ die Statistik auf nur noch 767.000 Ankünfte schmelzen – ein Verlust von 105.000 Reisenden in nur sieben Monaten.
Aus Russland, dem volumenstärksten ausländischen Markt, kommen gemischte Signale. Kumuliert betrachtet schrumpfte auch dieser Markt im Siebenmonatszeitraum um drei Prozent. Allerdings zeigt der Trend im Juli deutlich nach oben. Hier legten die russischen Besucherzahlen um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Die Branche hofft, dass sich der Markt in der zweiten Jahreshälfte stabilisiert.