Antalya verzeichnet 745.000 weniger Touristen als im Vorjahr

05.10.2026 – 11:00 Uhr

Die türkische Tourismusmetropole Antalya verzeichnet einen anhaltenden Rückgang der Besucherzahlen. So sank die Zahl der ankommenden Touristen in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf insgesamt 13.018.574, was einem Verlust von 744.951 Gästen entspricht. Allein im September ging die Zahl der Besucher um drei Prozent auf 2.254.489 zurück.

Als Gründe für diese Entwicklung gelten anhaltende Kriege – insbesondere der russisch-ukrainische Konflikt – sowie Spannungen zwischen den USA, Israel und dem Iran im Nahen Osten und an der Straße von Hormus. Hinzu kommen steigende Kosten in der Türkei, die aktuelle Wechselkurssituation und das in Europa verbreitete Image der Türkei als teures Reiseziel.

Betrachtet man die Besucher nach Nationalitäten, so führen russische Touristen mit einem Anteil von 25 Prozent die Statistik an. Ihre Zahl blieb im Neunmonatszeitraum im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Deutsche Urlauber folgen mit einem Anteil von 19,3 Prozent auf dem zweiten Platz, verzeichneten jedoch einen Rückgang von sieben Prozent. Besucher aus Großbritannien, dem drittgrößten Quellmarkt der Türkei, nahmen um zwölf Prozent ab und stellen mit 8,6 Prozent den dritten Rang. Auch die Zahl polnischer Touristen sank um fünf Prozent. Mit einem Anteil von 8,06 Prozent belegt Polen weiterhin den vierten Platz.

Die Zahl der sogenannten „Gurbetçi“ – türkische Staatsbürger, die im Ausland leben – ging um zwei Prozent zurück. In den ersten neun Monaten kamen 813 685 Gurbetçi nach Antalya, das sind 14 397 weniger als im Vorjahr.

Ein gegensätzlicher Trend zeigt sich bei ukrainischen Besuchern: Ihre Zahl stieg im Neunmonatszeitraum um sechs Prozent, ihr Anteil liegt bei 2,94 Prozent und damit auf Rang fünf. Deutlich zugelegt haben auch israelische Touristen: Nach dem politischen Bruch zwischen der Türkei und Israel im vergangenen Jahr reisten 10 280 Israelis nach Antalya, was einem Plus von 64 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Zahl ungarischer Besucher wuchs um 15 Prozent auf 137 332, aus der Türkischen Republik Nordzypern (KKTC) kamen zehn Prozent mehr Touristen.