Ein heftiges Unwetter traf am Abend des 14. Oktobers weite Teile der türkischen Provinz Antalya und verursachte erhebliche Schäden. Nach einer Warnung des Wetterdienstes vor sehr starken und teils extremen Niederschlägen setzte der Regen am Abend mit voller Wucht ein und beeinträchtigte das öffentliche Leben in zahlreichen Stadtteilen erheblich.
Besonders betroffen war der Stadtteil Kepez, wo das Wasser stellenweise eine Höhe von Knöchel bis Knie erreichte. In einigen Wohngebäuden drang Wasser in die Kellergeschosse ein. Unterführungen und Hauptverkehrsstraßen standen unter Wasser und waren zeitweise nicht passierbar. Auch das historische und touristische Zentrum Kaleiçi blieb von den Wassermassen nicht verschont: In den engen Gassen strömte das Regenwasser mit hoher Geschwindigkeit und verwandelte mehrere Straßenzüge in reißende Bäche.
Laut der Provinzverwaltung Antalya waren landesweit 1.901 Einsatzkräfte, 624 Fahrzeuge und 248 Baumaschinen im Einsatz. In der Ortschaft Demre wurden 13 Schülerinnen und Schüler sowie sieben Lehrkräfte, die in einer Schule eingeschlossen waren, in Sicherheit gebracht. Ebenso wurden zwei Personen befreit, die in einem Gewächshaus festsaßen.
Auch der Flugverkehr war betroffen: Zahlreiche für Antalya geplante Flüge wurden ausgesetzt oder umgeleitet, unter anderem nach Izmir, Bodrum, Istanbul, Dalaman und Konya.