In der malerischen Kargıcak-Bucht an der türkischen Mittelmeerküste ist ein seit Monaten stillgelegtes Touristenboot einem verheerenden Feuer zum Opfer gefallen. Das hölzerne Schiff brannte in der Nacht vollständig aus, während es vor Anker lag. Verletzt wurde niemand.
Wie die Behörden mitteilten, brach das Feuer an Bord des unter dem Namen „Mustafa Bey“ bekannten Bootes aus bislang ungeklärter Ursache aus. Anwohner und Zeugen in der Ortschaft Adrasan hatten den Feuerschein über dem Wasser bemerkt und umgehend die Rettungskräfte alarmiert.
Aufgrund der exponierten Lage des Bootes, das weit vom Ufer entfernt vor Anker lag, gestaltete sich die Bekämpfung der Flammen jedoch schwierig. Die örtliche Feuerwehr konnte das brennende Wrack nicht auf dem Landweg erreichen. Stattdessen wurden Einheiten der Küstenwache zu dem abgelegenen Ankerplatz in der Kargıcak-Bucht entsandt, um den Brand von See aus zu bekämpfen.
Bei der Überprüfung vor Ort identifizierten die Beamten das Boot als Eigentum eines Mannes namens Gürcan Çetiner. Ersten Ermittlungen zufolge war die „Mustafa Bey“ seit längerer Zeit außer Dienst gestellt und wurde nicht mehr für touristische Ausflugsfahrten genutzt. Zum Zeitpunkt des Unglücks hielt sich niemand an Bord auf, sodass keine Evakuierung notwendig war.
Trotz des raschen Einsatzes der Küstenwache konnte nur noch ein Totalschaden festgestellt werden. Das einstige Ausflugsboot wurde von den Flammen bis zur Unkenntlichkeit zerstört und ist nicht mehr zu retten. Der materielle Schaden ist erheblich.
Die Brandursache ist weiterhin völlig offen. Die zuständigen Ermittlungsbehörden haben eine Untersuchung eingeleitet, um zu klären, ob ein technischer Defekt oder Fremdeinwirkung den Brand verursacht hat.