Antalya im Ausnahmezustand: 34 Brände in drei Tagen

31.07.2026 – 13:01 Uhr

Die türkische Mittelmeerprovinz Antalya ist innerhalb von nur drei Tagen von einer Serie schwerer Brände getroffen worden. Wegen hoher Temperaturen, geringer Luftfeuchtigkeit und starker Winde brachen zwischen dem 28. und 30. Juli in acht Landkreisen insgesamt 34 Feuer aus.

Betroffen waren die Regionen Kaş, Demre, Gazipaşa, Kumluca, Korkuteli, Alanya, Manavgat und Serik. Neun der Brände entstanden in Waldgebieten, weitere breiteten sich auf landwirtschaftliche Flächen und trockene Graslandschaften aus. Besonders die Feuer in Kaş, Kumluca und Alanya hielten die Einsatzkräfte mehrere Tage in Atem.

Starke Winde mit Geschwindigkeiten von teilweise mehr als 80 Kilometern pro Stunde erschwerten die Löscharbeiten und begünstigten die schnelle Ausbreitung der Flammen. Hunderte Einsatzkräfte kämpften mit Unterstützung von Löschflugzeugen und Hubschraubern aus der Luft sowie mit Tankfahrzeugen, Baumaschinen, Feuerwehrleuten, Waldarbeitern und kommunalen Teams am Boden gegen die Brände.

Häuser, Ställe und Lager beschädigt

Während die Feuer in Demre, Gazipaşa, Korkuteli, Manavgat und Serik relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden konnten, dauerte die Bekämpfung der Brände in Kaş, Kumluca und Alanya deutlich länger.

In Alanya breitete sich ein Waldbrand, der in Sapadere ausgebrochen war, bis in die Ortsteile Fakırcalı und Beldibi aus. Die Bewohner dieser drei Gebiete mussten vorsorglich evakuiert werden.

Auch in Kumluca mussten Einwohner und Urlauber den gefährdeten Bereich verlassen. Ein Feuer, das in der Ortschaft Yazır begann, griff auf den Bereich Belen über. Nach ersten Angaben wurden dort 27 Gebäude beschädigt, darunter Wohnhäuser, Ställe und Lagerhallen. Rund 59 Hektar Fläche wurden zerstört.

In Alanya wurden nach ersten Schätzungen etwa 305 Dekar Land durch die Flammen beschädigt.

Auch Tiere von den Bränden betroffen

Die Waldbrände trafen auch zahlreiche Tiere. Viele Haustiere und herrenlose Tiere gerieten in die Gefahrenzone. Bürger brachten Tiere teilweise auf eigene Initiative aus den betroffenen Gebieten in Sicherheit.

Von Helfern und Einsatzkräften gerettete verletzte Tiere wurden zur Behandlung in Tierkliniken gebracht.