Antalya: “Geplanter Mord”? Mutter eines Brandopfers erhebt schwere Vorwürfe

Bild: DHA
06.01.2026 – 10:00 Uhr

Antalya (DHA) – Im Zusammenhang mit dem tödlichen Brand in einem Geschäftshaus in Antalya erhebt die Mutter eines der Opfer schwere Vorwürfe. Während der Prozess gegen den mutmaßlichen Brandstifter weiterläuft, erklärte Kibare Açalya Akdağ (73), der Tod ihres Sohnes Mete Durupınar sei kein Unglück, sondern das Ergebnis eines geplanten Tötungsdelikts.

Bei dem Brand am 2. Januar 2025 im Stadtteil Muratpaşa kamen zwei Menschen ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Laut Anklage soll der 40-jährige Ufuk Binbir das Feuer gelegt haben. Er befindet sich wegen „Tötung durch Brandstiftung mit bedingtem Vorsatz“ in Untersuchungshaft, ihm drohen bis zu 100 Jahre Haft.

Die Mutter des Opfers erstattete nun Strafanzeige und verwies auf ein Notizbuch ihres Sohnes. Darin habe er handschriftlich festgehalten: „Am 8. Januar könnte meine Hinrichtung stattfinden.“ Der Brand ereignete sich sechs Tage zuvor. Für Akdağ ist dies ein Hinweis auf eine geplante Tat.

Sie wirft zudem mehreren Personen vor, ihren Sohn über Jahre finanziell unter Druck gesetzt zu haben. Im Zusammenhang mit angeblichen Investitionen im Viehzuchtbereich seien Kredite aufgenommen worden, ohne dass es jemals zu einem realen Geschäft gekommen sei. Stattdessen habe es fortlaufend Geldforderungen und Drohungen gegeben.

Akdağ fordert, mögliche Verbindungen zwischen dem Angeklagten und den Geschäftspartnern ihres Sohnes umfassend zu untersuchen. Insbesondere Telefonkontakte, Nachrichtenverläufe sowie Geldbewegungen müssten überprüft werden. Auch der Umstand, dass persönliche Gegenstände ihres Sohnes nach dem Brand nicht mehr auffindbar waren, werfe Fragen auf.

Der Anwalt der Familie erklärte, es gebe erhebliche Anhaltspunkte dafür, dass es sich um eine durch Dritte veranlasste Tat gehandelt habe. Die Ermittlungen dauern an.