In Antalya hat die Staatsanwaltschaft für den 66-jährigen İzzettin S., der beschuldigt wird, drei Freunde in einem Altersheim getötet zu haben, dreifache lebenslange Haft gefordert.
Der Vorfall ereignete sich am 3. Mai 2024 im Halil Akyüz Altersheim in Döşemealtı. İzzettin S., der mit den Opfern im gleichen Heim lebte, soll mit einem Messer auf seine Mitbewohner S. G., A. B. und A. Ö. losgegangen sein. Nach dem Angriff floh er über die Feuertreppe, während S. G. und A. B. noch vor Ort und A. Ö. im Krankenhaus verstarben. Untersuchungen ergaben, dass S. G. etwa 30, A. B. drei und A. Ö. 20 Stichverletzungen erlitten hatten.
İzzettin S. wurde von der Gendarmerie festgenommen und inhaftiert. Vor Gericht erklärte er, fünf Jahre im Altersheim gelebt zu haben, Epileptiker zu sein und zuvor eine schwere Gehirnblutung erlitten zu haben. An dem Tag habe er auf einen Arzttermin warten müssen, der ihm vom Heim nicht mit Fahrzeug ermöglicht wurde. Ohne Geld habe er auf ein Taxi angewiesen werden sollen. Daraufhin habe er einen Streit mit Pflegepersonal und Heimleitung gehabt und sich bedroht gefühlt.
S. sagte aus, dass er sich am nächsten Tag psychisch überfordert fühlte und die Kontrolle verlor: „Ich wollte nur den Heimleiter erschrecken, habe mich dann selbst verloren und meine Mitbewohner A. B. und A. Ö. angegriffen. S. G. versuchte mich aufzuhalten.“
Bei einer erneuten Anhörung per Video (SEGBİS) erklärte İzzettin S.: „Ich bestreite das Geschehen nicht. Verantwortlich sind die Chefpflegerin F. H. und der Abteilungsleiter E. B. Sie haben uns gegeneinander aufgebracht.“
Der Staatsanwalt forderte, İzzettin S. wegen „vorsätzlichen Mordes mit Planung“ an S. G. und A. B. sowie „vorsätzlichen Mordes mit grausamer Absicht“ an A. Ö. zu dreifacher lebenslanger Haft zu verurteilen. Das Gericht entschied, die Untersuchungshaft des Täters aufrechtzuerhalten und vertagte die nächste Anhörung.