In der türkischen Hauptstadt Ankara ist ein geschwächter Storch gerettet worden, der nun nach erfolgreicher Behandlung wieder in die Natur entlassen werden soll. Das Tier, dem der Name „Leyloş“ gegeben wurde, war von Landarbeitern in einer ländlichen Gegend zwischen den Bezirken Polatlı und Haymana entdeckt worden.
Der Storch wurde anschließend in die Klinik des Vereins „Simurg Kuş Yuvası“ gebracht. Dort stellten Tierärzte eine ausgekugelte Gelenkverletzung am rechten Flügel sowie parasitäre Erkrankungen fest. Zudem war das Tier stark dehydriert und zu schwach, um selbstständig Nahrung aufzunehmen.
Veterinär Erdi Janak erklärte, dass der junge Storch vermutlich mit einer Stromleitung kollidiert sei. Zunächst habe das Team den Kreislauf stabilisiert und eine Parasiten- sowie Antibiotikatherapie eingeleitet. Bereits nach einer Woche habe sich der Zustand deutlich verbessert: Das Gewicht des Storchs stieg von etwa zwei auf über zweieinhalb Kilogramm.
Nach Abschluss der Behandlung soll das verletzte Gelenk wieder eingerenkt werden. Anschließend folgt eine Rehabilitationsphase, in der der Storch seine Flügel wieder vollständig bewegen lernen soll. Danach soll „Leyloş“ erneut ausgewildert werden.
Auch der Vorsitzende des Vereins, Alaz Uslu, betonte die ökologische Bedeutung von Störchen. Sie seien wichtige und „landwirtschaftsfreundliche“ Tiere. Ziel sei es, den Storch rechtzeitig vor Beginn der Zugzeit Ende August wieder in die Freiheit zu entlassen.