Im Vorfeld des NATO-Gipfels im Juli in Ankara prüfen türkische Behörden offenbar mögliche Joggingrouten für den französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Hintergrund ist seine bekannte Gewohnheit, bei Auslandsreisen regelmäßig morgens zu joggen.
Nach Medienberichten stehen unter anderem das Dikmen-Tal, der Botanik-Park sowie die Umgebung des Eymir-Sees als mögliche Strecken zur Diskussion. Macrons Läufe während offizieller Besuche – etwa in Kenia, Eriwan oder Kairo – hatten in der Vergangenheit regelmäßig hohe Sicherheitsvorkehrungen und mediale Aufmerksamkeit ausgelöst.
Die Türkei wird am 7. Juli den NATO-Gipfel der Staats- und Regierungschefs ausrichten. Es handelt sich um den zweiten Gipfel dieser Art im Land nach dem Treffen in Istanbul im Jahr 2004. Diplomaten werten das Treffen als geopolitisch bedeutsam angesichts des Ukraine-Krieges und der Debatten über die europäische Sicherheitsarchitektur.
Die konkreten Vorbereitungen sollen bereits beim Treffen der NATO-Außenminister am 20. und 21. Mai im schwedischen Helsingborg weiter konkretisiert werden. Dabei sollen unter anderem Agenda, Einladungen und zentrale politische Botschaften des Gipfels abgestimmt werden.
Im Mittelpunkt des Gipfels soll erneut das Thema Bündnissolidarität stehen. Ankara soll laut Berichten Begriffe wie „ein stärkeres und leistungsfähigeres NATO“ in den Vordergrund stellen. NATO-Generalsekretär Mark Rutte unterstütze demnach ebenfalls Botschaften, die auf ein „stärkeres Europa innerhalb einer stärkeren NATO“ abzielen.
Erwartet werden die Staats- und Regierungschefs aller 32 NATO-Mitgliedstaaten sowie Vertreter von Partnerländern. Diskutiert wird zudem eine mögliche Einladung der Ukraine, Moldaus und Georgiens. Auch Teilnehmer aus dem asiatisch-pazifischen Raum wie Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland könnten eingeladen werden.
Offen bleibt weiterhin, ob der ehemalige US-Präsident Donald Trump teilnehmen wird. Diplomatische Kreise halten eine Teilnahme jedoch für wahrscheinlich, da der Gipfel in der Türkei stattfindet.