Angriff im Schwarzen Meer: Türkisches Fischerboot versenkt – ein Toter, vier Verletzte

06.06.2026 – 12:47 Uhr

KASTAMONU – Ein türkisches Fischerboot ist vor der Küste der Krim angegriffen und schließlich versenkt worden. Dabei kam ein Crewmitglied ums Leben, vier weitere Seeleute wurden verletzt.

Wie die türkische Küstenwache mitteilte, wurde das unter türkischer Flagge fahrende Fischerboot „Duru 67“ am 5. Juni westlich von Sewastopol vor der Krim attackiert. Durch den Angriff erlitt das Schiff schwere Schäden und sank später im Schwarzen Meer.

Ein nahegelegenes Fischerboot eilte den Seeleuten zu Hilfe und konnte fünf verletzte Crewmitglieder retten. Während der Fahrt in Richtung des türkischen Hafens İnebolu verschlechterte sich jedoch der Zustand eines Schwerverletzten dramatisch – der Mann starb noch auf See.

Nach Eingang des Notrufs lief ein Schiff der türkischen Küstenwache mit einem medizinischen Spezialteam aus. An Bord befanden sich vier Ärzte sowie 15 Rettungs- und Pflegekräfte.

Rund 115 Seemeilen nördlich von İnebolu erreichte die Küstenwache das Rettungsboot. Die Verletzten wurden medizinisch versorgt und anschließend nach İnebolu gebracht. Von dort kamen sie per Krankenwagen in das Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus Kastamonu.

Der Gesundheitsdirektor der Provinz Kastamonu, Fevzi Yavuzyılmaz, erklärte, die meisten Verletzungen seien durch Splitter verursacht worden. Ein Crewmitglied musste noch an Bord notoperiert und mit einer Thoraxdrainage versorgt werden.

Zwei der Verletzten befinden sich laut Behörden in vergleichsweise stabilem Zustand, zwei weitere erlitten schwere Verletzungen.

Wer hinter dem Angriff steckt, ist bislang unklar.