Mehrere Funde mutmaßlicher Militärmunition haben an den Küsten von Istanbul und Samsun einen Großeinsatz der Sicherheitskräfte ausgelöst. Die verdächtigen Objekte wurden an Stränden entdeckt und sorgten zeitweise für abgesperrte Küstenabschnitte.
Der erste Vorfall ereignete sich am Strand von Ormanlı im Istanbuler Bezirk Çatalca. Badegäste bemerkten dort ein Objekt, das wie Munition aussah, und alarmierten die Küstenwache. Einsatzkräfte sicherten den Bereich umgehend und nahmen den Gegenstand zur Untersuchung an sich.
Kurze Zeit später wurde ein ähnliches Objekt am Strand von Ağaçlı im Bezirk Eyüpsultan entdeckt. Auch dort sperrten Behörden das Gebiet ab und leiteten Ermittlungen ein.
Ein weiterer Fund wurde an der Schwarzmeerküste in Samsuns Bezirk Bafra gemeldet. Bewohner entdeckten im Stadtteil Fener einen verdächtigen Gegenstand am Ufer und informierten die Behörden. Die Gendarmerie richtete einen Sicherheitsbereich ein und verhinderte den Zugang für die Öffentlichkeit.
Nach Untersuchungen stellte sich heraus, dass es sich bei dem Objekt in Samsun tatsächlich um Militärmunition handelte. Spezialkräfte der Küstenwache zerstörten den Gegenstand kontrolliert. Verletzt wurde niemand, auch Sachschäden entstanden nicht.
Ähnliche Vorfälle gab es in den vergangenen Jahren immer wieder an der türkischen Schwarzmeerküste. Im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg treiben durch Meeresströmungen gelegentlich militärische Gegenstände, Minen oder andere gefährliche Objekte aus dem Kriegsgebiet an die Küsten benachbarter Länder.