AFAD-zertifizierte Rettungshunde: Unverzichtbare Helfer bei Erdbeben in der Türkei

Bild: DHA
14.03.2026 – 14:00 Uhr

İZMİR, (DHA) – Serkan Mamak, Präsident des Vereins für Such- und Rettungshunde (AKKD), erklärte, dass es in der Türkei derzeit etwa 100 AFAD-zertifizierte Rettungshunde gibt. Ziel des Vereins sei es, diese Zahl weiter zu erhöhen. „Was ein Rettungshund leisten kann, kann kein Gerät ersetzen“, betonte Mamak.

Rettungshunde gelten in erdbebengefährdeten Ländern wie der Türkei als unverzichtbarer Teil der Katastrophenhilfe. Der seit 2021 aktive Verein AKKD arbeitet daran, die Zahl und Qualität zertifizierter Rettungshunde zu steigern. Aktuell sind fünf Hunde von der Katastrophenschutzbehörde AFAD und 15 Hunde von der International Search and Rescue Dog Organisation (IRO) zertifiziert. Zwölf weitere Teams bereiten sich auf die IRO-Prüfungen Ende März vor.

Vor der Prüfung kam IRO-Cheftrainer Borut Modic nach İzmir, der bereits bei den Erdbeben in Kahramanmaraş im Einsatz war. Mit Such- und Rettungssimulationen half er den Teams, ihre Fähigkeiten zu verbessern. Modic betonte, dass Hunde bei Erdbeben die besten „Werkzeuge“ seien. „Rettungshunde sind unverzichtbar und irren sich nie. Keine Maschine kann ihre Arbeit ersetzen“, so Modic.

„Die Nasen der Hunde irren nie“

Serkan Mamak erklärte, dass Hunde in der Türkei nur mit AFAD-Zertifikat eingesetzt werden dürfen. „Fünf unserer Hunde haben das AFAD-Zertifikat für Trümmersuche. Alle Hunde legen die AFAD-Prüfungen ab, im April werden drei weitere Hunde teilnehmen. Damit hätten wir acht AFAD-zertifizierte Hunde“, sagte Mamak.

In Trümmern oder im Gelände könnten Hunde in 20 Minuten Aufgaben erledigen, für die 20 Menschen nötig wären. „Besonders in Bereichen, die wir mit Drohnen oder Wärmebildkameras nicht einsehen können, irrt die Nase der Hunde nie. Sie riechen tausendmal besser als wir und machen fast nie Fehler. Durch ihre Geschwindigkeit sind sie unverzichtbar bei der Rettung“, erklärte Mamak.

Hunde würden ab einem Alter von drei Monaten ausgebildet. Geeignete Rassen für Such- und Rettungseinsätze seien unter anderem Border Collie, Malinois, Deutscher Schäferhund, Labrador, Retriever und Golden Retriever. „Unser Doberman ist der einzige AFAD-zertifizierte Doberman in der Türkei. Wichtig ist die Motivation des Hundes, sein Wille und die Bindung zum Besitzer“, so Mamak.

„Rettungshunde sind unverzichtbar“

Die ausgebildeten Rettungshunde trainieren sowohl für Trümmer- als auch für Geländesuche, wobei der Schwerpunkt auf Trümmersuche liege, erklärte Mamak. „Wir wissen nie, wann ein Erdbeben eintritt. Je besser wir vorbereitet sind, desto mehr Menschen können wir retten.“

Während der Erdbeben in Kahramanmaraş seien hunderte Hunde im Einsatz gewesen, doch es hätten nicht ausgereicht. „In einer Großstadt wie Istanbul bräuchten wir tausende Hunde. Wir brauchen in der Türkei deutlich mehr Suchhunde“, sagte Mamak.

Insgesamt gebe es in der Türkei etwa 100 AFAD-zertifizierte Rettungshunde. Weltweit gebe es bei der IRO rund 3.000 Hunde, insgesamt mehrere zehntausend. „Alle gleichzeitig hierher zu bringen ist unmöglich. Deshalb ist es wichtig, genügend Hunde innerhalb des Landes auszubilden. Unser Hauptziel ist, die Zahl und Qualität der Rettungshunde zu erhöhen.“

Mamak schloss: „Was ein Rettungshund leisten kann, kann keine Maschine. Nur ein Hund kann Opfer finden, die meterweit unter Trümmern liegen. Rettungshunde sind unverzichtbar bei Such- und Rettungseinsätzen.“