4 Minuten, 50 Euro, null Skrupel: Britische Touristen erleben in Antalya einen Taxi-Albtraum

22.06.2026 – 10:00 Uhr

Für zwei britische Urlauber ist ein alltäglicher Transfer vom Hotel zu einem nahegelegenen Freizeitpark in der türkischen Mittelmeermetropole Antalya unerwartet eskaliert. Ein Video, in dem das Paar den Vorfall schildert und das in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde, hat binnen kurzer Zeit hohe Wellen geschlagen und eine Diskussion über Abzocke im Tourismusgewerbe entfacht.

Laut Schilderung der Betroffenen betrug die gefahrene Strecke weniger als zwei Kilometer und die reine Fahrzeit lag bei etwa vier Minuten. Für diese Kurzstrecke forderte der Taxifahrer zunächst 15 Euro. Da das Paar nach eigenen Angaben kein Bargeld bei sich trug, hob die Frau an einem hoteleigenen Geldautomaten vorsorglich einen 50-Euro-Schein ab – eine Summe, die selbst für eine Hin- und Rückfahrt mehr als ausreichend erschien.

Die Situation spitzte sich bei der Ankunft am Zielort zu. Der Fahrer habe erklärt, kein Wechselgeld zur Verfügung zu haben. Während die Urlauberin verzweifelt versuchte, bei umstehenden Personen Kleingeld zu bekommen, blieb dem Paar eigenen Worten zufolge nichts anderes übrig, als den gesamten 50-Euro-Schein auszuhändigen.

Erst das beherzte Eingreifen zweier türkischer Passanten brachte die Wende. Die Männer diskutierten mit dem Fahrer und forderten ihn offenbar auf, das Restgeld herauszugeben. Daraufhin zog der Taxifahrer wider Erwarten ein Bündel mit Euro-, US-Dollar- und Türkischen-Lira-Scheinen aus der Tasche und gab dem Paar schließlich 35 Euro zurück. In ihrem Video zeigten sich die Urlauber erleichtert, aber auch fassungslos über das Verhalten des Fahrers. Der Clip verbreitete sich in kürzester Zeit viral und rief zahlreiche empörte Reaktionen hervor.