Bei einem Erdbeben der Stärke 5,2 in der türkischen Provinz Adana wurden nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde AFAD zahlreiche Nachbeben registriert. Wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten vorläufigen Bewertungsbericht hervorgeht, ereignete sich das Hauptbeben um 14:43 Uhr Ortszeit mit Epizentrum im Landkreis Saimbeyli in einer Tiefe von sieben Kilometern.
Bis 12:58 Uhr wurden demnach 16 Nachbeben mit Stärken zwischen 1,0 und 2,4 aufgezeichnet. Der dem Epizentrum nächstgelegene bewohnte Ort sei das Dorf Akoluk im Landkreis Feke, das 7,114 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt.
Welche Verwerfungslinie das Beben ausgelöst hat, soll durch detaillierte seismologische und Felduntersuchungen geklärt werden. Der Bericht weist zudem darauf hin, dass in der Region seit dem Jahr 1900 insgesamt 32 Erdbeben mit einer Stärke von 4,0 oder höher registriert wurden, das stärkste davon mit einer Magnitude von 5,7.
Darüber hinaus liegen drei historische Erdbebenaufzeichnungen aus der Zeit vor 1900 vor.
AFAD wies darauf hin, dass die Angaben des Berichts auf Daten basieren, die innerhalb der ersten Stunde nach dem Beben erhoben wurden. Die Behörde forderte die Bevölkerung auf, beschädigte Gebäude nicht zu nutzen.