1,5 Millionen Besucher an Feiertagen: Minister Ersoy sieht wachsendes Interesse an kulturellen Routen

04.06.2026 – 8:00 Uhr

Während des diesjährigen Opferfestes verzeichneten die Museen und archäologischen Stätten der Türkei einen massiven Besucheransturm. In den Feiertagen erkundeten nach offiziellen Angaben des Ministeriums für Kultur und Tourismus insgesamt 1.514.211 Menschen die kulturellen Routen des Landes. Diese Zahlen untermauern den anhaltenden Boom des Kulturtourismus.

Aus den am Dienstag veröffentlichten Daten geht hervor, dass vor allem die Aushängeschilder der türkischen Antike von der Reisewelle profitierten. An der Spitze liegt die antike Stadt Ephesus in der Provinz Izmir mit 119 143 Besuchern auf dem ersten Platz. Dicht dahinter folgt die Kalksteinterrassen-Landschaft Hierapolis (Pamukkale) mit 113 034 Gästen.

Die archäologische Sensation Göbeklitepe in Şanlıurfa, die als die älteste bekannte Tempelanlage der Welt gilt, sicherte sich mit 65 446 Besuchern den dritten Rang. Ebenfalls stark nachgefragt waren die märchenhaften Felsformationen von Zelve-Paşabağlar in Kappadokien mit 55 492 Besuchern sowie das Zeugma-Mosaikmuseum in Gaziantep mit 48 843 Besuchern.

Die Analyse der Tagesdaten zeigt, wie die Besucherströme während des neuntägigen Ferienfensters kontinuierlich anschwollen. Nach 163 815 Besuchern am Vortag des Festes wurden am dritten Feiertag mit 252 127 Menschen die meisten Gäste in den Kultureinrichtungen gezählt. Selbst am Sonntag nach dem offiziellen Festende besuchten noch 118 310 Personen die Stätten.

Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy führt den Erfolg auf gezielte Modernisierungsmaßnahmen zurück. „Die von uns durchgeführten Restaurierungsarbeiten, die besucherorientierten Anwendungen und unser neues museologisches Verständnis steigern das Interesse an unseren Kulturrouten von Tag zu Tag“, erklärte Ersoy in den sozialen Medien. Die Feiertage seien das konkreteste Spiegelbild dieser wachsenden Begeisterung. Ersoy bedankte sich ausdrücklich bei den Gästen für das große Interesse am kulturellen Erbe des Landes.

Neben den Top-Destinationen verzeichneten auch weitere Attraktionen beachtliche Zahlen. So besichtigten 48 291 Menschen das Freilichtmuseum Göreme, 37 562 pilgerten zum Sumela-Kloster in Trabzon und 29 587 Besucher kamen zum Galataturm in Istanbul. Die unterirdische Stadt von Derinkuyu zählte 27.626 Entdecker. Diese Daten bestätigen ein breit gefächertes Interesse, das von der Ägäis über Anatolien bis an die Schwarzmeerküste reicht.