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Zylon "Fani" macht Millionen Menschen obdachlos

11.5.2019 19:54 Uhr

Zylon "Fani" hat in Indien eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. Millionen von Menschen sind in der Folge des Monstersturms obdachlos. Und die, die noch ein Dach über dem Kopf haben, müssen weiterhin auf Strom verzichten, da der Zylon die Versorgung großflächig zerstört hat. Staatliche Hilfen laufen zudem nur sehr schleppend an.

Eine Woche nach dem Durchzug des Zyklon "Fani" sind im Osten Indiens weiter Millionen Menschen obdachlos und ohne Strom. Eine halbe Million Häuser wurden beschädigt, wie der Sonderbeauftragte für Nothilfe im Bundesstaat Odisha, Bishnupada Sethi, am Samstag sagte. Mindestens 42 Menschen wurden getötet. Angesichts der schleppenden Hilfen häuften sich Proteste wütender Einwohner.

Windgeschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometer

"Fani" habe in einem "sehr großen Gebiet" Zerstörungen angerichtet, sagte Sethi. Das Ausmaß der Schäden an der Energieversorgung sei "beispiellos". Bislang wurde nach Behördenangaben lediglich für die Hälfte der rund eine Million Einwohner von Bhubaneswar, der Hauptstadt des Bundesstaates Odisha, die Stromversorgung wieder hergestellt. Der Sturm war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern auf Land getroffen. Auch in Bangladesch kam es zu schweren Zerstörungen. "Fani" gilt als einer der stärksten Wirbelstürme der vergangenen Jahre in Indien.

Zwischen April und Dezember werden der Osten und der Südosten Indiens regelmäßig von Stürmen getroffen. Im Dezember 2017 kamen infolge des Zyklons "Ockhi" mehr als 250 Menschen ums Leben. Beim bisher schlimmsten Zyklon in Odisha starben 1999 fast zehntausend Menschen.

(ce/afp)