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Zyklon "Kenneth" fordert mindestens fünf Menschenleben

27.4.2019 16:56 Uhr

3300 beschädigte Häuser, 18.000 Menschen, die in Notunterkünfte müssen und mindestens fünf Tote - das ist die erste Bilanz von Zyklon "Kenneth" in Mosambik, wie Ministerpräsident Carlos Do Rosario am Samstag in der Provinz Cabo Delgado erklärte.

Dort fürchten die Menschen nun Überschwemmungen aufgrund schwerer Regenfälle. "Bisher gibt es fünf Tote", sagte Do Rosario bei einer Pressekonferenz in der Stadt Pemba. Bisher war nur von einem Toten die Rede gewesen.

Pemba selbst wurde durch den Zyklon nur leicht beschädigt. Ein Sprecher der Rettungskräfte erklärte aber, auf der Ferieninsel Ibo seien 90 Prozent aller Häuser zerstört. Inzwischen hat "Kenneth" sich nach Angaben des Katastrophenschutzes abgeschwächt und gilt nur noch als "tropisches Tiefdruckgebiet". Dennoch wird erwartet, dass er große Niederschlagsmengen mit sich bringt.

Mit schweren Überflutungen zu rechnen

Das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha) erklärte, der Zyklon hänge derzeit über der Provinz Cabo Delgado fest. In den nächsten zehn Tagen müsse daher mit "schweren Überflutungen" in der Region sowie mit starkem Regen im Süden von Tansania gerechnet werden. "Kenneth" ist bereits der zweite Zyklon innerhalb kurzer Zeit, der über Mosambik hinwegzieht. Mitte März hatte sein Vorgänger "Idai" in Mozambik und den Nachbarländern Simbabwe und Malawi schwere Zerstörungen angerichtet und insgesamt etwa tausend Menschen getötet. Im Vergleich zu "Idai" war "Kenneth" aber kein Zyklon der Stufe vier, sondern nur der Stufe drei.

(be/afp)

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