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Zweiter Informant will gegen Trump aussagen

6.10.2019 15:43 Uhr

Es könnte ein heißer Herbst für US-Präsident Donald Trump werden. Nun hat sich ein zweiter Informant bereiterklärt, in der Ukraine-Affäre gegen den 45. US-Präsidenten auszusagen. Auch dieser Informant wählte den Anwalt Mark Zaid, der bereits den ersten Informanten vertritt, als juristischen Beistand aus. Auch hier sollen weitere und bisher unbekannte brisante Details aus dem Telefonat zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, was zur Ukraine-Krise führte, veröffentlicht werden.

Dem Anwalt zufolge hat der Geheimdienstmitarbeiter "Kenntnisse aus erster Hand über einige der Behauptungen, die auch in der ursprünglichen Beschwerde genannt wurden". Die "New York Times" hatte bereits am Freitag berichtet, dass der neue Informant noch detailliertere Informationen als der erste Hinweisgeber habe.

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Der zweite Informant soll bereits mit dem Generalinspekteur der Geheimdienste, Michael Atkinson, gesprochen haben. Atkinson hatte maßgeblich zum Bekanntwerden der Ukraine-Affäre beigetragen, indem er den Kongress über die Beschwerde des ersten Informanten über ein Telefongespräch Trumps mit Selenskyj unterrichtete.

In dem Gespräch am 25. Juli drängte Trump den ukrainischen Staatschef zu Ermittlungen gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden sowie dessen Sohn Hunter. Kompromittierendes Material über die Bidens könnte Trump im Kampf um seine Wiederwahl im November 2020 nutzen. Wegen des Telefonats werfen die oppositionellen Demokraten Trump Amtsmissbrauch vor und streben ein Amtsenthebungsverfahren an.

(ce/afp)

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