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Zweiter Aids-Patient nach Stammzellen-Transplantation virenfrei

5.3.2019 7:21 Uhr

Ein Durchbruch für Aids-Erkrankte? Einem an Blutkrebs erkrankten Mann waren Stammzellen eines Knochenmark-Spenders mit einer seltenen genetischen Veränderung transplantiert worden. Seitdem ist der HIV-Patient virenfrei. Es ist bereits das zweite Mal, dass solch eine Behandlung erfolgreich ausgeht.

Das berichten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Nature". Bei dem "Londoner Patienten" gebe es nun seit fast 19 Monaten kein Anzeichen des Aids-Virus.

Die bisher einzige dokumentierte "Heilung" eines HIV-Patienten ist der Fall des US-Bürgers Timothy Brown vor rund zehn Jahren. Die Heilung setzte bei dem als "Berliner Patient" bekannt gewordenen Brown ein, nachdem ihm Spender-Knochenmark transplantiert worden war. Dieses wies eine genetische Veränderung auf, die eine Infektion mit HIV verhindert - wie jetzt im Fall des "Londoner Patienten".

(sis/afp)