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Zwei Verdächtige nach Waldbrand festgenommen

14.8.2019 11:12 Uhr

Am Dienstag nahm die türkische Polizei zwei Verdächtige - Vater und Sohn - im Zusammenhang mit dem verheerenden Waldbrand auf der Insel Marmara im Nordwesten der Türkei fest.

Nach ersten Berichten soll der Verdächtige vor ihrem Haus in Mestanaga einen Strohballen in Brand gesetzt haben.

Mehr als 100 Feuerwehrkräfte mit über 50 Löschfahrzeugen konnten das Feuer innerhalb von zehn Stunden unter Kontrolle bringen – allerdings wurden die Flammen immer wieder von heftigen Winden angestachelt.

Über 30 Verletzte

Insgesamt mussten die Einwohner von über 60 Häusern flüchten, rund 30 Bewohner und vier Feuerwehrmänner mussten mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

"Drei Häuser sind komplett abgebrannt, viele Tiere sind den Flammen zum Opfer gefallen, als Scheunen und Ställe in Feuer gerieten. Es gab allerdings keine Toten oder Schwerverletzten", so Süleyman Aksoy, der Bürgermeister der Insel.

"Das Feuer wütete auf einer Fläche von rund 70 – 80 Hektar. Aber jetzt haben wir alles unter Kontrolle", sagte Aksoy und fügte hinzu, dass Schneisenarbeiten weitergeführt werden würden.

Waldbrand auch in Kütahya

Währenddessen ist auch in der westlichen Provinz Kütahya ein Waldbrand ausgebrochen, der ebenfalls auf einer Fläche von rund 80 Hektar erheblichen Schaden angerichtet hat. Wie der Gouverneur der Provinz, Ömer Toraman, mitteilte, sei das Feuer unter Kontrolle gebracht worden.

27 Waldbrände an einem Tag

Wie der stellvertretende Vorsitzende des Landwirtschaftsministeriums, Hayati Özgür, verkündete, seien in den letzten Tagen 27 Feuer in der Türkei ausgebrochen. "Wegen der hohen Temperaturen und starker Winde, gab es 15 Wald- und 12 Brände auf landwirtschaftlichen Nutzflächen über die Türkei verteilt." Er fügte hinzu, dass in 95 Prozent der Fälle Menschen verantwortlich für die Feuer seinen und unterstrich die Wichtigkeit, bei hohen Temperaturen und niedriger Luftfeuchtigkeit besonders vorsichtig und achtsam zu sein.

(be)

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