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Zwei türkische Anwälte verklagen China in Corona-Pandemie

13.5.2020 23:35 Uhr, von Andreas Neubrand

Zwei Anwälte aus der Hauptstadt Ankara haben Klage gegen China eingereicht. Sie wollen von Peking Schadensersatz für "entgangene Gewinne", da die Ansteckungsgefahr des Virus nicht veröffentlicht wurde und das Land Daten vor der Weltgesundheitsbehörde (WHO) geheim gehalten habe.

Die beiden Anwälte Melih Akkurt und Selenay Akkurt haben vor dem Zivilgericht in Ankara Klage eingereicht. Sie argumentieren, dass die Anzahl der Infizierten in China der Öffentlichkeit falsch gemeldet wurden.

China brachte Ärzte zum Schweigen

Die Anwälte erklärten, dass Ärzte in China, die die Öffentlichkeit über die Pandemie informieren wollten, zum Schweigen gebracht wurden.

Laut Melih Akkurt wollen 40 Länder gegen China klagen. Auch in der Türkei wollen sich viele Unternehmen, die unter den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise leiden, der Klage anschließen. Da auch die Türkei Leidtragende der Pandemie sei, könne sich die türkische Justiz einschalten. Aber auch andere Individuen und Unternehmen seien gegenüber China klageberechtigt.

Im vergangenen Dezember ist das Coronavirus zum ersten Mal in Wuhan aufgetreten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität hat sich das Virus in mindestens 177 Länder verbreitet. Weltweit sind über 4 Millionen Infizierte gemeldet. Fast 300.000 Menschen sind an der Krankheit Covid-19 gestorben.

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